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Kiew (dpa) - Nach seiner schmachvollen Niederlage gegen die pro- westlichen Reformer in der Ukraine 2004 hat es der pro-russische Oppositionsführer Viktor Janukowitsch jetzt in das höchste Staatsamt geschafft. Die Wahlkommission erklärte den 59 Jahre alten NATO- Gegner am Montagabend in Kiew zum Sieger bei der Stichwahl um das Präsidentenamt. Der Rivale der pro-europäischen Regierungschefin Julia Timoschenko, der Galionsfigur der Orangenen Revolution vor fünf Jahren, erhielt bei der Wahl am Sonntag dem vorläufigen Endergebnis zufolge 48,8 Prozent der Stimmen.
Damit lag er mehr als 3 Prozentpunkte vor Timoschenko, die auf 45,6 Prozent kam. 4,4 Prozent der Wähler hatten auf dem Abstimmungszettel die Option «Gegen alle» angekreuzt.
Bereits nach den ersten Prognosen hatte sich Janukowitsch zum Sieger erklärt. Die 49-jährige Timoschenko erkannte das Resultat hingegen vorerst nicht an und warf ihrem Rivalen Wahlfälschung vor. Sie schloss nicht aus, das Ergebnis anzufechten. Eine für den Nachmittag geplante öffentliche Stellungnahme verschob die Regierungschefin auf Dienstag.
Eine zweite Orangene Revolution wie 2004 galt aber als unwahrscheinlich. Nach Einschätzung der Bundesregierung verlief die Wahl «ruhig und geordnet». Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) lobte den Urnengang als «vorbildlich demokratisch». Es sei ein Ergebnis der Revolution von 2004, dass in der Ex-Sowjetrepublik heute faire und freie Wahlen möglich seien. Die Wahlbeteiligung lag mit 69 Prozent etwas höher als bei der ersten Abstimmungsrunde vor drei Wochen.
Das knappe Wahlergebnis in dem nach Russland zweitgrößten Flächenland Europas stärkt nach Ansicht von Beobachtern aber auch Timoschenkos Position als Regierungschefin. Sie hatte seit dem ersten Wahlgang rund 20 Prozentpunkte hinzugewonnen.
Janukowitsch hatte seine Rivalin am Sonntagabend aufgefordert, ihr Amt niederzulegen. Er will den schwerreichen Bankier Sergej Tigipko in seine Führungsmannschaft einbinden, der im ersten Wahlgang vor drei Wochen Dritter geworden war. Tigipko hatte sich als Regierungschef angeboten. Damit müsste Timoschenko in die Opposition. Es gilt aber als sicher, dass die charismatische Politikerin ihren Posten nicht kampflos räumen wird.
Unter dem neuen Präsidenten Janukowitsch dürfte sich das zuletzt zerrüttete Verhältnis zwischen der Ukraine und ihrem großen Nachbarn Russland deutlich entspannen. Der im russischsprachigen Osten des Landes verwurzelte Janukowitsch will Russisch zur zweiten Amtssprache machen und mit Moskau gegen mehr Geld über die längere Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte auf der ukrainischen Halbinsel Krim über 2017 hinaus verhandeln.
Die Bundesregierung in Berlin hielt sich zunächst mit einer Stellungnahme zum Wahlausgang zurück. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton kündigte die weitere «Vertiefung der Beziehungen zur Ukraine und der Unterstützung der Reformpolitik» an. Die EU freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Präsidenten. Die Ex- Sowjetrepublik steckt in der schwersten innenpolitischen und wirtschaftlichen Krise seit dem Zerfall der Sowjetunion vor 20 Jahren.
Janukowitsch gelang nach seiner Niederlage 2004 das Comeback gegen die pro-westlichen Kräfte der Orangenen Revolution. Damals hatte er nach einem Skandal um Wahlfälschung und Massenprotesten die Wiederholung der Abstimmung gegen Viktor Juschtschenko verloren.
Der Amtsinhaber hatte im ersten Wahlgang Mitte Januar wegen gebrochener Reformversprechen und seiner anti-russischen Politik eine schwere Niederlage erlitten. Inzwischen trauen auch westliche Experten dem vor fünf Jahren auch von der EU und den USA noch als Wahlfälscher und Apparatschik geschmähten Janukowitsch den Ausweg aus der Krise des Landes am ehesten zu.
Teheran/Wien/Berlin (dpa) - Im Atomstreit mit dem Iran werden die Forderungen nach Sanktionen immer lauter. An diesem Dienstag will das islamische Land in der zentraliranischen Anlage Natans mit der umstrittenen Urananreicherung beginnen.
Darüber informierte Teheran am Montag die internationale Atombehörde in Wien (IAEA) in einem Brief, wie der iranische Botschafter bei der IAEA, Ali Asghar Soltanieh, der Deutschen Presse-Agentur dpa in Wien bestätigte. Die Atombehörde äußerte sich besorgt über die iranischen Pläne zur höheren Urananreicherung.
In einer am Dienstag in Wien veröffentlichten Mitteilung bestätigt die IAEA den Erhalt des iranischen Briefes, in dem die Atombehörde des islamischen Landes die geplante Anreicherung unter 20 Prozent in seiner Anlage in Natans mitteilt. Dies solle als Brennstoff für einen Forschungsreaktor zu medizinischen Zwecken verwendet werden. «IAEA-Generaldirektor Yukiya Amano nimmt diese Entscheidung mit Besorgnis zur Kenntnis, da sie laufende internationale Bemühungen um die Verfügbarkeit von nuklearem Brennstoff für den Teheraner Forschungsreaktor beeinflussen könnte», hieß es in der IAEA-Mitteilung.
Die Zeichen stehen auf Konfrontation. Der Leiter der iranischen Atombehörde, Ali Akbar Salehi, kündigte an, sein Land werde binnen eines Jahres zehn neue Urananreicherungsanlagen errichten. Die USA und Frankreich riefen zu Sanktionen auf. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesaußenminister Guido Westerwelle forderten in Berlin, den Druck auf Teheran zu erhöhen. Israel fühlt sich von dem iranischen Atomprogramm existenziell bedroht.
Die Weltgemeinschaft will, dass der Anreicherungsprozess nicht im Iran, sondern unter internationaler Kontrolle in Russland und Frankreich vorgenommen wird. Für den Fall des Scheiterns hatten die USA und die EU bereits mit verschärften Sanktionen gegen den Iran gedroht. Schon seit Jahren sind UN-Sanktionen gegen den Iran in Kraft. Der Westen verdächtigt die Führung in Teheran, die Uranreicherung für militärische Zwecke nutzen zu wollen.
Schon im Vorjahr hatte der Iran Bedarf für zehn Anlagen angemeldet, doch wurden bisher erst fünf Standorte ausgewählt, wie es in Teheran hieß. Der Bau der Anlagen erfolge im neuen persischen Kalenderjahr, das am 21. März beginnt, sagte Salehi. Nach Angaben von Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast muss das Land all seine technologischen Möglichkeiten nutzen, um den wachsenden Bedarf an nuklearem Brennstoff selbst zu erzeugen.
Die Urananreicherung soll in Natans in Anwesenheit von IAEA- Inspekteuren beginnen. Die geplante Anreicherung auf 20 Prozent ist nach den Worten des Hamburger Physikers Prof. Götz Neuneck nur ein weiterer Schritt in Richtung waffenfähigen Materials. Eine Anreicherung auf 20 Prozent werde die Bombe jedoch nicht sofort möglich machen, sagte der Vizedirektor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg. Für den Bau einer Bombe muss spaltfähiges Uran-235 auf mindestens 80 Prozent angereichert werden.
Teheran sei gezwungen, die Anreicherung selbst vorzunehmen, da es kein anderes Abkommen gegeben habe, meinte Salehi. «Wir sind weiter zu einem Abkommen über einen Austausch bereit, und wann immer eine Übereinkunft getroffen wird und sobald wir den Brennstoff aus dem Ausland erhalten, werden wir den Anreicherungsprozess stoppen», sagte er.
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte die nationale Atomenergiebehörde seines Landes am Sonntag angewiesen, mit der Herstellung hochangereicherten Urans zu beginnen.
Die Weltmächte hatten in den vergangenen Monaten immer wieder gehofft, Teheran zur Unterzeichnung eines Abkommens bewegen zu können, das die Anreicherung des Urans im Ausland vorsieht. Der Iran braucht den Brennstoff nach eigenen Angaben für den Betrieb eines medizinischen Forschungsreaktors. Teheran hatte daraufhin immer wieder auf Zeit gespielt und Gegenvorschläge gemacht, die jedoch für die Weltmächte nicht akzeptabel waren.
Frankreich und die USA seien der Ansicht, dass die internationale Gemeinschaft keine andere Wahl habe, als im Weltsicherheitsrat an neuen Maßnahmen zu arbeiten, sagte der französische Verteidigungsminister Hervé Morin am Montag nach einem Gespräch mit seinem amerikanischen Amtskollegen Robert Gates in Paris. «Der einzige Weg, der uns bleibt, (...) ist der des Drucks», bekräftigte Gates.
Bundeskanzlerin Merkel erklärte sich zu einer härteren Gangart mit Wirtschaftssanktionen bereit. Die jüngsten Äußerungen aus Teheran zeugten davon, dass der Iran auf das IAEA- Angebot weiterhin nicht eingehen wolle, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in Berlin. «Wir werden also jetzt sehr sorgfältig die Schritte der iranischen Führung in den nächsten Tagen beobachten und dann abhängig davon den Weg gehen, den Druck zu erhöhen.»
«Es gibt bislang keinerlei Einlenken des Irans», sagte Westerwelle. «Das bedeutet, dass wir jetzt in der Völkergemeinschaft über weitere Maßnahmen reden müssen.» Der Iran habe jedes Recht, die Atomkraft zu nutzen. «Er muss aber für Transparenz sorgen, weil eine atomare Bewaffnung des Irans von der Völkergemeinschaft nicht akzeptiert werden kann», fügte Westerwelle hinzu.
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Washington (dpa) - Die US-Weltraumbehörde NASA hat den ursprünglich für Dienstag geplanten Start ihrer neuen Sonnensonde um mindestens einen Tag verschoben.
Das «Solar Dynamics Observatory» (SDO) soll nun an diesem Mittwoch um 16.30 Uhr MEZ an Bord einer Atlas-V-Rakete in den Weltraum geschossen werden, teilte die NASA am Montag mit. Ein Grund für die Verzögerungen wurde nicht genannt. Das fliegende Observatorium soll helfen, die schwankende Sonnenaktivität und damit das sogenannte Weltraumwetter besser zu verstehen.
Das fliegende Observatorium wird die Sonne 24 Stunden am Tag im Blick behalten, sieben Tage pro Woche, rund ums Jahr. Alle zehn Sekunden macht das SDO eine Aufnahme von der Sonne in acht Wellenlängen, jedes Bild hat 16 Megapixel - das entspricht der Auflösung einer modernen Profi-Kamera. Der Satellit überwacht zudem die ultraviolette (UV) Strahlung und die Magnetfeldschwankungen der Sonne und schaut wie mit einer Art Ultraschall ins Innere unseres Tagesgestirns. Das alles soll nicht nur unser Wissen über die Sonnenphysik fördern, sondern auch Frühwarnungen vor gefährlichen Sonnenstürmen ermöglichen.
Das SDO produziert eine Datenflut, wie es sie noch nie bei einer Mission der US-Raumfahrtbehörde gegeben hat. Pro Tag funkt die Sonde 1,5 Terabyte zur Erde. Das sind nach einer NASA-Mitteilung fast 50 Mal mehr wissenschaftliche Daten als bei jeder anderen bisherigen Mission in der NASA-Geschichte. «Es ist, als würde man an jeden Tag 500 000 Songs herunterladen», sagt Dean Pesnell vom Goddard Space Flight Center der NASA in Maryland.
Wie intensiv wird der nächste Sonnenfleckenzyklus sein? Lässt sich künftig vorhersagen, wann heftige Sonnenwinde zu einem Bombardement der Erde mit geladenen Teilchen führen? Könnte eine längere Periode der Inaktivität auf der Sonne den Erdbewohnern einen verlängerten Winter bescheren? Das sind nur einige wenige der vielen Fragen, zu deren Antworten das SDO beitragen soll.
Die Mission ist die erste und der NASA zufolge das «Kronjuwel» in einem neuen Programm mit dem Titel «Living With a Star» (Leben mit einem Stern). Mindestens fünf Jahre lang soll das beim Start 3100 Kilogramm schwere Observatorium um die Erde kreisen, auf einer zum Äquator geneigten Bahn, die ihm rund um die Uhr die Beobachtung der Sonne ermöglicht. Die Wissenschaftler erhoffen sich Aufschlüsse über die Entstehung der magnetischen Felder der Sonne und darüber, wie sich gespeicherte magnetische Energie in kinetische verwandelt - in Form von Sonnenstürmen.
Um die ehrgeizigen Erwartungen der Forscher zu erfüllen, hat das SDO drei spezialisierte Instrumente an Bord. Ein System von vier Teleskopen soll die Sonnenoberfläche und -atmosphäre fotografieren. Ein UV-Detektor überwacht die ultraviolette Helligkeit der Sonne - langsame UV-Schwankungen beeinflussen Erdatmosphäre und -klima, schnelle Schwankungen können Satelliten- und Funkkommunikation stören. Ein kombinierter seismischer und Magnetfelddetektor zeichnet die solaren Magnetfelder auf und blickt über die Beobachtung von Dichteschwankungen auf der Sonne wie mit einem Ultraschallgerät ins Innere des Sterns.
Alles dies ergießt sich als Datenlawine in die Labore der Forscher. Nachdem der ursprünglich für 2009 geplante Start wegen technischer Probleme verschoben werden musste, wünscht sich Pesnell vom Goddard-Zentrum jetzt nur noch: «Lass die Lawine anrollen.»
Weitere Informationen unter: http://www.nasa.gov/sdo
London (dpa) - Britische und niederländische Wissenschaftler haben ein Gen entdeckt, das eine Schlüsselrolle beim Älterwerden spielen könnte.
Die Forscher der Universität Leicester, vom King's College London und der Universität Groningen stießen auf das Gen, als sie die Beziehung zwischen bestimmten Krankheiten und der Alterung des Erbguts untersuchten, wie sie im Fachjournal «Nature Genetics» (online vorab) berichten.
Es gebe Hinweise, dass das Risiko altersbedingter Krankheiten wie Herzerkrankungen oder mancher Krebsarten enger mit diesem Chromosomen-Alter als mit dem tatsächlichen in Verbindung stünden, sagte Prof. Nilesh Samani von der Universität Leicester. Chromosomen sind die Träger des Erbguts.
Die Forscher untersuchten sogenannte Telomere, die wie eine Art Schutzkappen die Chromosomen-Endungen bedecken. «Menschen werden mit Telomeren einer bestimmten Länge geboren», sagte Samani. Diese verkürzen sich mit jeder Zellteilung, woran sich das Chromosomen-Alter ablesen lässt.
Die Forscher fanden heraus, dass Menschen mit einer bestimmten Genvariante kürzere Telomere haben und biologisch älter aussahen. «Die Ergebnisse werfen die Frage auf, ob Menschen mit dieser Variante eher unter altersbedingten Erkrankungen leiden», sagte Samani.
Die Forscher analysierten mehr als 500 000 Genvarianten im menschlichen Chromosomensatz. «Die identifizierte Variante liegt nah beim Gen TERC, das schon dafür bekannt ist, eine wichtige Rolle im Erhalten der Länge der Telomere zu spielen», sagte Professor Tim Spector vom King's College London. «Unsere Studie legt nahe, dass manche Menschen genetisch so programmiert sind, dass sie schneller altern.»
Nach Berechnungen der Forscher geht es dabei um drei bis vier Jahre. Die Genvariante könnte auch die Empfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen erhöhen, die das Altern fördern, wie Rauchen, Fettleibigkeit oder zu wenig Bewegung.
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Als absolutes Top-Modell des Sportwagens Porsche 911 feiert nun die Version Turbo S Wiederauferstehung. Der mindestens 173 241 Euro teure Supersportler steht ab Mai als Coupé und Cabrio beim Händler, Premiere feiert er auf dem Genfer Automobilsalon (4. bis 14. März). Im Heck arbeitet ein von zwei Turboladern beatmeter Sechszylinder-Boxermotor, der mit 390 kW/530 PS um 30 PS stärker ist als im bisherigen Top-Modell 911 Turbo. Das maximale Drehmoment beträgt 700 Nm und reicht in Verbindung mit dem serienmäßigen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe aus, den Allrader in 3,3 Sekunden auf Tempo 100 zu katapultieren. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 315 km/h erreicht. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 11,4 Litern je 100 Kilometer an, was exakt dem Wert des etwas schwächeren 911 Turbo entspricht. Zur Ausstattung des 2+2-Sitzers gehören unter anderem Keramikbremsen, Ledersportsitze, 19 Zoll-Räder und das aktive Fahrwerkssystem "Porsche Torque Vectoring", das die Motorkraft variabel zwischen den Hinterrädern verteilt. Zuletzt gab es die "Turbo S"-Version in der Vorgängergeneration des Porsche 911. Damals kam der Sechszylinder-Boxer auf 331 kW/450 PS. Die Neuauflage greift auf einen komplett neu entwickelten Turbomotor zurück. Leistungsmäßig liegt der Turbo S auf einer Stufe mit dem nicht mehr gebauten Porsche 911 GT2 mit Heckantrieb und zwei Sitzen.
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München (dpa) - Ausgerechnet der Tabellenletzte Rot-Weiss Ahlen hat die kleine Erfolgsserie des TSV 1860 München in der 2. Fußball-Bundesliga beendet. Die Westfalen gewannen zum Abschluss des 21. Spieltages überraschend mit 1:0 (1:0) bei den «Löwen», die davor siebenmal ungeschlagen geblieben waren.
Benjamin Kern erzielte in der 27. Minute den goldenen Treffer. Ahlen schob sich auch durch eine Glanzleistung seines Torwarts Sascha Kirschstein bis auf zwei Punkte an den Relegationsplatz heran. Die Gastgeber verpassten dagegen den möglichen Sprung in die obere Tabellenhälfte.
«Wir hatten einen überragenden Torhüter und haben eine tolle kämpferische Leistung gezeigt», sagte Matchwinner Kern. «Jetzt sind wir wieder ganz nah dran an den Nichtabstiegsplätzen.» Auch Keeper Kirschstein war nach dem Sieg glücklich und zufrieden: «Es ist sensationell, wie wir momentan spielen. Mit uns ist noch zu rechnen.»
Obwohl 1860-Trainer Ewald Lienen die Partie als «Charaktertest» bezeichnet hatte, war vom Engagement seiner Elf zu Beginn nicht viel zu erkennen. Stattdessen zeigte sich Ahlen vor nur 14 800 Zuschauern deutlich agiler. Der Gewaltschuss von Neuzugang Kern aus 23 Metern sorgte für das 0:1 und verunsicherte die «Löwen» zusätzlich. Zur Halbzeit gab es von den wenigen unentwegten Fans gellende Pfiffe. «Nach sieben erfolgreichen Spielen haben wir es heute nicht geschafft, gut zu spielen», bilanzierte 1860-Keeper Gabor Kiraly.
Vor allem die zur Winterpause neu verpflichtete Ahlener Offensive um Alain Ollé Ollé, Julian Jenner und Momar N'Diaye brachte die Gastgeber mehrmals in Verlegenheit. Nach der Führung igelte sich Ahlen zunehmend hinten ein. Wütende «Löwen» kamen zwar besser ins Spiel, allein der rechte Schlachtplan schien ihnen zu fehlen. So mussten Einzelaktionen für die besten Chancen herhalten, die Mathieu Béda (66./80.) und Charilaos Pappas (71.) vergaben.
Hektik kam auf, als Kirschstein von einem Feuerzeug aus dem Münchner Fanblock am Kopf erwischt wurde. Trotz des Wirkungstreffers erwies sich der 29-Jährige aber als Turm in Ahlens Defensive, obwohl er kurz vor Schluss mit dem Kopf auch noch gegen den eigenen Torpfosten knallte.
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Los Angeles (dpa) - Michael Jacksons früherer Leibarzt, Conrad Murray, ist am Montag wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Er habe ohne Vorsatz den Tod des Sängers herbeigeführt, heißt es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft, berichtete der US-Sender CNN.
Der Kardiologe sollte am Montagnachmittag (13.30 Uhr Ortszeit/22.30 Uhr MEZ) dem Richter in Los Angeles vorgeführt werden. Er werde auf «nicht schuldig» plädieren, meldete der Internetdienst «Tmz.com» vorab. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem Mediziner bis zu vier Jahre Haft.
Jacksons Eltern, Joe und Katherine Jackson, sowie mehrere Geschwister des im Juni gestorbenen Popstars trafen am Montag bei Gericht ein. Sie wollten bei der Erhebung der Anklage dabei sein. Jacksons Bruder Jermaine sagte beim Betreten des Gerichtsgebäudes, dass eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung «nicht genug» sei. Jacksons Familie drängt seit langem auf eine harte Bestrafung Murrays. Der Leibarzt habe derart leichtfertig gehandelt, dass eine Anklage wegen Totschlags angebracht sei, sagte Familien-Anwalt Brian Oxman kürzlich dem Sender CBS.
Nach dem überraschenden Tod des 50 Jahre alten Popstars am 25. Juni hatte Murray eingeräumt, den Sänger mit starken Medikamenten - darunter das Narkosemittel Propofol - behandelt zu haben. Dem Totenschein zufolge starb der «King of Pop» an einer «akuten Vergiftung» mit Propofol.
Sein Anwalt Michael Flanagan sagte vorige Woche, er werde für seinen Mandanten sofort Kaution hinterlegen. «Tmz.com» rechnet mit einer Kaution in Höhe von 25 000 Dollar (etwa 18 300 Euro). Murray werde nach dem Gerichtstermin Los Angeles wieder verlassen und nach Las Vegas (Nevada) oder Houston (Texas) zurückkehren. Der Kardiologe war in beiden Städten als Arzt tätig, bevor Jackson ihn im vergangenen Frühjahr als Leibarzt engagierte.
Murrays Anwälte rechnen nach eigenen Angaben mit einem langen Verfahren. Es werde «Bände von Beweismitteln und Zeugenberichten» der Anklage geben, die von eigenen Experten analysieren werden müssen, stellte Flanagan im Interview mit der US-Zeitschrift «People» in Aussicht. Murray war gleich nach dem Tod Jacksons ins Visier der Polizei geraten. Die Ermittler durchsuchten wiederholt Praxisräume des Arztes und konfiszierten dabei Computer und Unterlagen.
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Everett (dpa) - Boeings neuer Jumbo-Jet ist erfolgreich zu seinem Jungfernflug gestartet. Die Frachtversion der 747-8 hob am Montag vom Werksgelände in Everett nahe Seattle ab.
Wegen Nebels und dichter Wolken hatte sich der Start um zweieinhalb Stunden verzögert, klappte dann aber reibungslos. Sechs Stunden lang soll der Flieger nur mit zwei Piloten an Bord in der Luft bleiben.
Die 747-8 ist Boeings Antwort auf den Riesen-Flieger A380 des Rivalen Airbus. Die verlängerte und modernisierte Variante des in erster Generation im Jahr 1969 in Dienst gestellten Jumbo-Jets ist einer der Problemfälle des Konzerns. Das Flugzeug liegt rund ein Jahr hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. Boeing schätzt die Mehrkosten auf 1 Milliarde Dollar.
Die Frachtversion soll nun Ende 2010 ausgeliefert werden; auf die Passagiervariante 747-8 Intercontinental müssen die Kunden bis Ende 2011 warten. Boeing hat für den neuen Jumbo-Frachter 76 Bestellungen in den Büchern. Für die Passagiervariante liegen 32 Order vor. Mit 20 Maschinen ist die Deutsche Lufthansa der mit Abstand größte Kunde.
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München (dpa) - Ausgerechnet der Tabellenletzte Rot-Weiss Ahlen hat die kleine Erfolgsserie des TSV 1860 München in der 2. Fußball-Bundesliga beendet. Die Westfalen gewannen zum Abschluss des 21. Spieltages überraschend mit 1:0 (1:0) bei den «Löwen», die davor siebenmal ungeschlagen geblieben waren.
Benjamin Kern erzielte in der 27. Minute den goldenen Treffer. Ahlen schob sich auch durch eine Glanzleistung seines Torwarts Sascha Kirschstein bis auf zwei Punkte an den Relegationsplatz heran. Die Gastgeber verpassten dagegen den möglichen Sprung in die obere Tabellenhälfte.
«Wir hatten einen überragenden Torhüter und haben eine tolle kämpferische Leistung gezeigt», sagte Matchwinner Kern. «Jetzt sind wir wieder ganz nah dran an den Nichtabstiegsplätzen.» Auch Keeper Kirschstein war nach dem Sieg glücklich und zufrieden: «Es ist sensationell, wie wir momentan spielen. Mit uns ist noch zu rechnen.»
Obwohl 1860-Trainer Ewald Lienen die Partie als «Charaktertest» bezeichnet hatte, war vom Engagement seiner Elf zu Beginn nicht viel zu erkennen. Stattdessen zeigte sich Ahlen vor nur 14 800 Zuschauern deutlich agiler. Der Gewaltschuss von Neuzugang Kern aus 23 Metern sorgte für das 0:1 und verunsicherte die «Löwen» zusätzlich. Zur Halbzeit gab es von den wenigen unentwegten Fans gellende Pfiffe. «Nach sieben erfolgreichen Spielen haben wir es heute nicht geschafft, gut zu spielen», bilanzierte 1860-Keeper Gabor Kiraly.
Vor allem die zur Winterpause neu verpflichtete Ahlener Offensive um Alain Ollé Ollé, Julian Jenner und Momar N'Diaye brachte die Gastgeber mehrmals in Verlegenheit. Nach der Führung igelte sich Ahlen zunehmend hinten ein. Wütende «Löwen» kamen zwar besser ins Spiel, allein der rechte Schlachtplan schien ihnen zu fehlen. So mussten Einzelaktionen für die besten Chancen herhalten, die Mathieu Béda (66./80.) und Charilaos Pappas (71.) vergaben.
Hektik kam auf, als Kirschstein von einem Feuerzeug aus dem Münchner Fanblock am Kopf erwischt wurde. Trotz des Wirkungstreffers erwies sich der 29-Jährige aber als Turm in Ahlens Defensive, obwohl er kurz vor Schluss mit dem Kopf auch noch gegen den eigenen Torpfosten knallte.
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Frankfurt/Main (dpa) - Folgende Sorten- und Devisenkurse wurden am 8.2.2010 um 15:55 Uhr festgestellt.
Quelle: Sorten: Reisebank/Devisen: Reuters/PM-Data Stand: 8.2.2010 15:55 Uhr
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Hamburg (dpa) - Die großen Suchmaschinen integrieren verstärkt die Inhalte aus Diensten wie Twitter, Facebook und Co. Ein Überblick:
Marktführer GOOGLE setzt auf Twitter, zeigt aber auch öffentliche Meldungen aus den Online-Netzwerken Facebook und MySpace in seinen Ergebnissen an. Die Microblogging-Dienste und Twitter-Konkurrenten FriendFeed, Jaiku and Identi.ca sind ebenfalls dabei. Die Ergebnisse erscheinen bislang nur in der US-Ausgabe der Seite. Im Frühjahr 201..
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Berlin (dpa) - Diebstahl geistigen Eigentums? Helene Hegemann, die 17-jährige Autorin des Überraschungs-Bestsellers «Axolotl Roadkill», hat sich gegen Plagiatsvorwürfe verteidigt.
«Originalität gibt's sowieso nicht, nur Echtheit», schrieb der Nachwuchsstar in einer vom Ullstein Verlag verbreiteten Erklärung. «Das, was wir machen, ist eine Summierung aus den Dingen, die wir erleben, lesen, mitkriegen und träumen.»
Der Blogger Deef ..
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Hamburg (dpa) - Deutschland kehrt nach dem Schneechaos der vergangenen Tage allmählich zur Normalität zurück. Manche Nachbarländer kämpfen dagegen weiter mit den Folgen des Sturmtiefs «Daisy» und des Winterwetters.
In Polen waren am Montag etwa hunderttausend Menschen ohne Strom, in Tschechien herrschte in einigen Regionen Verkehrsnotstand und in Frankreich half die Armee, Eingeschneite zu befreien. Madrid und andere spanische Städte versanken im Verkehr..
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Walldorf (dpa) - Europas größter Softwarehersteller SAP will mit einer internationalen Doppelspitze verlorenes Vertrauen der Kunden zurückgewinnen.
Nach dem Rücktritt von Konzernlenker Léo Apotheker stehen die Vorstände für Vertrieb und Produktentwicklung, Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe, künftig als gleichberechtigte Vorstandschefs an der Spitze von SAP. Ein Nachfolger für den ebenfalls ausgeschiedenen Arbeitsdirektor Erwin Gunst solle in K&..
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