Portal - Startseite
Nachrichten
Sport
Unterhaltung
Finanzen
Auto
Reise
Spiele
Gewinnspiele
Kino
Horoskope
Wetter
Gutscheine
Shopping
Singles
Wirtschaft
Wissenschaft
Web TV
Freemail
Partnerprogramm
Werbeflatrate
Kontaktpool
GekkooPoints













Sarkozys Minister zur Bettencourt-Affäre verhört
Paris (dpa) - In der französischen Steuer- und Spendenaffäre hat erstmals ein Kabinettsmitglied von Präsident Nicolas Sarkozy ausgesagt. Arbeitsminister Eric Woerth stellte sich am Donnerstag in einer fast achtstündigen Vernehmung Fragen der Ermittler.
Nach Angaben seines Anwalts wies er alle Anschuldigungen zurück. Woerth steht unter anderem unter Verdacht, im Haus von L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt eine illegale Bargeldspende in Höhe von 150 000 Euro für Sarkozys Wahlkampf angenommen zu haben. Der Vermögensverwalter der 87 Jahre alten L'Oréal-Erbin, Patrice de Maistre, der Woerth den Umschlag überreicht haben soll, war 2008 von dem Minister mit einem Orden der Ehrenlegion ausgezeichnet worden. Er hatte zudem Woerths Frau Florence in der Vermögensverwaltung der Bettencourts angestellt.
Woerth bestreitet, dass er dabei seinen Einfluss geltend gemacht habe oder es eine Gegenleistung gewesen sein könne. Sein Mandant habe niemals darauf hingewirkt, dass seine Frau von de Maistre eingestellt wird, sagte Woerths Anwalt nach der Vernehmung. Der Minister, der früher Haushaltsminister war, habe lediglich einmal in einer banalen Unterhaltung mit de Maistre über den Beruf seiner Frau gesprochen. Auch habe Woerth energisch verneint, jemals illegale Spenden angenommen zu haben.
Unterdessen werden immer mehr Details aus den Ermittlungen bekannt, die den Eindruck erwecken, Bettencourt habe sich im Zustand geistiger Verwirrtheit von ihrem Fotografen-Freund François-Marie Banier finanziell ausnehmen lassen. Bettencourts Krankenpflegerin Henriette Youpatchou beschrieb eine Szene, in der die alte Dame Banier einen Scheck in Höhe von 183 Millionen Euro ausstellte. «Anschließend hat sie mich gefragt, ob das viel Geld sei», berichtete die Krankenschwester. «Sie hatte keine Vorstellung vom Wert des Geldes», sagte sie.
Ein anderes Mal habe Bettencourt über Banier geklagt: «Er verlangt zu viel Geld. Eines Tages wird André (Bettencourts Mann) es merken.» Die alte Dame sei zumindest phasenweise 2008 sehr verwirrt gewesen. So habe sie beispielsweise nicht mehr gewusst, wo ihr Schlafzimmer sei. Zudem habe sie auch lange nach dem Tod ihres Mannes mehrfach gebeten, ihn zum Abendessen zu holen.
Eine Haushälterin Bettencourts erinnerte sich laut Vernehmungsprotokoll, wie die L'Oréal-Erbin kurz vor einem Treffen mit Präsident Nicolas Sarkozy auf Anraten ihres Vermögensberaters die Sätze auswendig lernte, die sie ihm zu sagen hatte: «Ich habe Sie für Ihre Wahl gerne unterstützt und werde Sie auch weiter persönlich unterstützen. Allerdings habe ich schwere Probleme mit meiner Tochter, die Folgen für L'Oréal und damit für die Wirtschaft des Landes haben können.»







Weltkulturerbe: Galápagos von Roter Liste gestrichen
Buenos Aires/Brasilia/Quito (dpa) - Das Welterbekomitee der UNESCO hat überraschend die Galápagosinseln im Pazifik von der Roten Liste der gefährdeten Kultur- und Naturdenkmäler gestrichen. Das hat das Gremium bei seiner 34. Jahrestagung in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia beschlossen.
Allerdings stimmten die Vertreter der Schweiz, Schwedens und Australiens am Mittwoch (Ortszeit) gegen die Entscheidung, teilte die Organisation mit. Die ecuadorianische Ministerin für Umweltschutz, Marcela Aguiñaga, begrüßte die Streichung von der Roten Liste und bezeichnete dies als «Anerkennung der Anstrengungen Ecuadors bei der Bewahrung der Galápagos».
Viele Naturschützer sehen das jedoch weniger enthusiastisch. Es habe zwar Fortschritte gegeben, «aber die Probleme überwiegen noch», sagte der Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF), Christof Schenck, der Nachrichtenagentur dpa. Zur Streichung von der Roten Liste betonte er: «Wir sehen das durchaus kritisch.» Etwa 20 000 Menschen leben dauerhaft auf den Inseln, weitere rund 100 000 Touristen besuchen das Naturparadies jährlich.
Die UNESCO hatte die Galápagosinseln mit der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt, darunter die Riesenschildkröten, 1978 zum Weltnaturerbe erklärt. Angesichts einer immer stärkeren Zuwanderung vom wesentlich ärmeren Festland sowie eines ausufernden Tourismus wurde die Inselgruppe dann 2007 für gefährdet erklärt. Grund waren vor allem die Umweltschäden durch Müll, Abwässer, Lärm und Ölunfälle.
Am gefährlichsten für das fragile Ökosystem, das Charles Darwin zu der Evolutionstheorie inspirierte, halten Experten jedoch das Eindringen fremder Tier- und Pflanzenarten. Mit jeder Versorgungsladung vom Festland können «blinde Passagiere» auf die Insel gelangen. So bissen wilde Hunde hunderte der trägen Leguane tot, zehntausende Ziegen fraßen den Schildkröten das Futter weg.
Die Regierung in Quito hatte als Gegenmaßnahmen unter anderem die zwangsweise Rücksiedlung von illegalen Bewohnern der Inseln zum Festland angeordnet. Auch soll der Tourismus besser kontrolliert und die Fähigkeit der Inseln zur Selbstversorgung mit Lebensmitteln und Energie aus Sonnen- und Windkraft verbessert werden. Die Streichung sei jedoch «verfrüht», kritisierte auch die Generalsekretärin der Nichtregierungsorganisation IUCN, Julia Marton-Lefèvre. Jetzt müsse es darum gehen, die Schutzmaßnahmen weiter konsequent umzusetzen.
Edwin Naula, der Direktor des Nationalparks Galápagos, betonte, «die Tatsache, dass wir von der Roten Liste gestrichen wurden, verpflichtet uns nun noch mehr, alles für die Verwirklichung der Maßnahmen zu tun, die eine nachhaltige Entwicklung der Inseln garantieren». Damit wird aber auch der schmale Grad sichtbar, auf dem die Bewahrer des Naturparadieses balancieren: Verarmte Inselbewohner sind nicht zum Umweltschutz fähig, Wohlstand kann aber nur aus dem Tourismus kommen. Viele der Touristen besuchen die Inseln nur von Luxus-Schiffen aus, die den Inselbewohnern keine Einnahmen bringen.
Schenck fordert deshalb: «Die gesamte Wirtschaft muss umgestellt werden.» Auf alle Importartikel - von Treibstoff bis zum Plastikspielzeug aus China - müsse eine «Biodiversitätssteuer» erhoben werden, um die echten Preise für die Artikel deutlich zu machen. Mit den Einnahmen könne die lokale Wirtschaft gestärkt werden. Ein «Neues Galápagos» könne als Pilotprojekt der ganzen Welt zeigen, wie solche einzigartigen Naturschätze bewahrt werden könnten.












Starten Sie Ihr eigenes Online-Portal.
Als Werbepartner erhalten Sie Ihr eigenes Webportal mit renommierten Anbietern aus ganz Europa und werden mit bis zu 80% an den Umsätzen und Werbeeinnahmen beteiligt.







Kachelmann auf freiem Fuß
Karlsruhe/Mannheim (dpa) - Der TV-Wetterexperte Jörg Kachelmann ist nach mehr als vier Monaten Untersuchungshaft wieder ein freier Mann. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hob am Donnerstag den Haftbefehl gegen den 52-jährigen Schweizer auf und ordnete seine «umgehende Freilassung» an.
Der 3. Strafsenat des OLG entschied, dass derzeit «kein dringender Tatverdacht» mehr bestehe. Bei dem mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer könne man nicht ausschließen, dass die Frau Kachelmann falsch belasten wollte. Im Blitzlichtgewitter vieler Fotografen und Kameraleute trat Kachelmann am Nachmittag zusammen mit seinem Anwalt Reinhard Birkenstock vor das Gefängnistor.
Kachelmann muss sich dennoch wegen Vergewaltigung einer Ex- Freundin vor dem Mannheimer Landgericht verantworten. Der Termin für den Prozessbeginn ist nach der Freilassung wieder offen. Ob die Hauptverhandlung gegen Kachelmann wie bisher geplant am 6. September beginnt, sei aufgrund der veränderten Sachlage derzeit ungewiss, teilte das Landgericht in Mannheim mit. Der Grund: Sitzt ein Angeklagter in Untersuchungshaft, muss möglichst schnell verhandelt werden. Nach der Freilassung Kachelmanns gelten nicht mehr so strenge zeitliche Vorgaben. Nach Ansicht eines Strafrechtlers ist die Aufhebung des Haftbefehls ein «sehr deutliches Signal» zugunsten des Fernsehmoderators.
Kachelmann saß seit dem 20. März in Untersuchungshaft, weil er seine frühere Freundin vergewaltigt haben soll. Anfang des Monats hatte das Landgericht Mannheim sich noch geweigert, den Haftbefehl aufzuheben. Birkenstock legte Haftbeschwerde ein. Das Landgericht musste daraufhin die Akten dem OLG vorlegen.
Das Oberlandesgericht teilte in seiner Begründung für die Aufhebung des Haftbefehls mit: Da das mutmaßliche Opfer Kachelmanns die einzige Belastungszeugin sei und er die Tat bestreite, stehe Aussage gegen Aussage. Bei der Ex-Freundin des Schweizers könnten zudem «Bestrafungs- und Falschbelastungsmotive» nicht ausgeschlossen werden. Die Frau habe bei der Anzeige und im Ermittlungsverfahren zur Vorgeschichte und den Umständen der Vergewaltigung zunächst falsche Angaben gemacht. «Hinsichtlich der Verletzungen der Nebenklägerin könne derzeit aufgrund der bisher durchgeführten Untersuchungen und Begutachtungen neben einer Fremdbeibringung auch eine Selbstbeibringung nicht ausgeschlossen werden», teilte das Oberlandesgericht mit.
Kachelmann, der die JVA Mannheim frisch rasiert verließ, äußerte sich selbst nicht zu seiner Freilassung. Er hatte die Vorwürfe von Anfang an zurückgewiesen. Sein Strafverteidiger sagte: «Die Unschuldsvermutung ist wieder auferstanden.» Die Freilassung sei eine Genugtuung. «Der Beschluss des Oberlandesgerichts Karlsruhe hat einem Justizskandal Grenzen gesetzt», sagte Birkenstock. Er werde jetzt mit seinem Mandanten konzentriert die Hauptverhandlung vorbereiten, der sie zuversichtlich entgegensähen.
Kachelmann sei nun ein freier Mann und könne jetzt auch wieder in die Schweiz reisen, sagte der Präsident des Verbands deutscher Strafrechtsanwälte, Jürgen Möthrath, der dpa. Er könne als freier Mann am Prozess teilnehmen. Zur Teilnahme sei er in Deutschland verpflichtet. Da Aussage gegen Aussage stehe, müsse das Landgericht erhöhte Sorgfalt bei der Beweiswürdigung walten lassen.
Die ARD will ihren Wetterexperten trotz der OLG-Entscheidung vorerst nicht vor die Kamera lassen. «Wir warten das schwebende Verfahren ab», sagte ein Sprecher der ARD-Programmdirektion in München.  
Das Mannheimer Landgericht stellte in einem Schreiben klar: Die Entscheidung des OLG habe keinerlei Einfluss auf die Entscheidung des Landgerichts über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Durchführung der Hauptverhandlung. Lediglich über den Zeitpunkt des Verfahrensbeginns müsse neu beraten werden.
«Das Oberlandesgericht sieht die höchste Verdachtsstufe nicht mehr, was jedenfalls ein Hinweis auf die Unschuld oder zumindest die Nichterweisbarkeit der Vorwürfe gegen Kachelmann ist», sagte der Berliner Strafrechtsanwalt Ulrich Wehner der Nachrichtenagentur dpa. «Das würde ich auch so sehen, dass es für ihn günstiger aussieht», sagte Möthrath. «Das OLG hat Zweifel an den bisher vorgelegten Beweismitteln der Staatsanwaltschaft aufgezeigt.»    
Entscheidungen des OLG hätten immer eine gewisse Tragweite, sagte Wehner. Daher würden Strafverteidiger auch erst dann Haftbeschwerde einlegen, wenn sie sich relativ sicher sind, dass das OLG zugunsten ihres Mandanten entscheide. Die Richter am Landgericht seien nicht an die OLG-Entscheidung gebunden, betonte auch Wehner. Und trotzdem könne die Beurteilung durch das Oberlandesgericht «faktisch ein Signal» sein.
Die Ermittler werfen Kachelmann vor, Anfang Februar seine langjährige Geliebte, die sich von ihm trennen wollte, in deren Wohnung in Schwetzingen vergewaltigt und mit einem Küchenmesser am Hals verletzt zu haben. Kachelmann war im März auf dem Rückweg von den Olympischen Spielen in Vancouver auf dem Frankfurter Flughafen verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft hatte Mitte Mai Anklage wegen des Verdachts der Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall und wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben. Bei einer Verurteilung drohen Kachelmann bis zu 15 Jahre Haft.







Druck auf Duisburger OB nimmt zu
Duisburg (dpa) - Der Druck auf Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) steigt. Fünf Tage nach der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten häufen sich die Rücktrittsforderungen an die Adresse des Stadtoberhauptes.
Der seit Tagen abgetauchte Sauerland betont, er habe keine Genehmigungen für die Parade unterschrieben. Politiker forderten ihn auf, Verantwortung zu übernehmen. Vor dem Duisburger Rathaus verlangten 250 aufgebrachte Demonstranten am Donnerstag lautstark Sauerlands Rücktritt.
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hatte in der «Rheinischen Post» gefordert, der Oberbürgermeister und die Verantwortlichen in der Stadtspitze sollten sich der politischen Verantwortung stellen. Ähnlich äußerte sich auch Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD).
Der Deutsche Beamtenbund (dbb) forderte personelle, disziplinarische und politische Konsequenzen aus dem tragischen Verlauf der Technoparty. Der Beamtenbund geht davon aus, dass Mitarbeiter der Duisburger Stadtverwaltung während des Genehmigungsverfahrens «systematisch unter Druck gesetzt worden sind».
In der Massenpanik bei der Loveparade kamen am vergangenen Samstag 21 zumeist junge Menschen ums Leben. 25 Verletzte lagen am Donnerstag noch im Krankenhaus. Die Ermittlungen zur Katastrophe werden nach Einschätzung der Polizei sehr lange dauern. «Es sind ja tausende von Informationen auszuwerten, und jeden Tag kommen neue hinzu», sagte Dorothee Göbel, Sprecherin der Polizei in Köln. Dort ist die Ermittlungsgruppe zur Aufklärung des Unglücks angesiedelt. Sie besteht aus 60 Beamten aus ganz Nordrhein-Westfalen und wird von der Staatsanwaltschaft Duisburg geleitet. Darunter sind auch eine Reihe von Internet-Experten. Im Netz kursieren mittlerweile etliche Bilder, Filme und Berichte.
NRW-Innenminister Jäger sagte zu den bisherigen Ermittlungen, es sei klar, dass die Stadt Duisburg dem Veranstalter genehmigt habe, Flucht- und Zulaufwege «sehr viel kleiner, sehr viel enger gestalten zu dürfen, als die gesetzliche Lage eigentlich erlaubt». Es werde ein Problem der Stadt werden, das zu begründen. Aber auch der Veranstalter, der für den Bereich des Tunnels verantwortlich gewesen sei, habe sein eigenes Sicherheitskonzept nicht eingehalten.
Sauerland wehrte sich in Zeitungsinterviews gegen die stetig zunehmenden Angriffe, räumte aber ein: «Ich habe politische Verantwortung, nicht nur weil ich als einer von 75 Ratsherren dafür gestimmt habe, dass wir als Duisburger die Loveparade wollen.» Er sagte der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung»: «Ich habe keine Genehmigung persönlich unterschrieben, aber selbstverständlich fühle ich mich als Oberbürgermeister verantwortlich.»
Zurücktreten wolle er aber nicht, sondern zunächst an der Aufklärung mitarbeiten. Auf die Frage, warum er nach Sicherheitsbedenken seiner Mitarbeiter nicht eingegriffen habe, sagte Sauerland, es sei für ihn entscheidend gewesen, dass diese Mängel behoben worden seien.
Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft reagierte auf Sauerlands Rechtfertigungsversuche mit Empörung. «Es ist völlig unerheblich, ob der Oberbürgermeister Vorgänge selbst unterschrieben hat, sagte Rainer Wendt dem «Handelsblatt Online». «Es ist das Wesen der politischen Verantwortung, dass es nicht an persönliches Fehlverhalten geknüpft ist, sondern für gravierende Fehlentscheidungen im Verantwortungsbereich des Politikers wirksam wird.»
Während die Schuldfrage weiter unbeantwortet bleibt, laufen die Planungen für die Gedenkfeier: Am Samstag werden in Duisburg Zehntausende erwartet. Der ökumenische Gottesdienst in der Salvatorkirche wird nach neuen Plänen an zahlreichen Orten der Stadt übertragen. So können die Bürger das Gedenken an die Opfer in 20 weiteren Kirchen der Stadt und im Stadion des MSV Duisburg verfolgen. Es bietet dazu 25 000 Plätze.
An den Vorbereitungen war am Donnerstag auch die Stadtspitze mit dem OB im Rathaus beteiligt. Bundespräsident Christian Wulff, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wollen dort am Samstagvormittag mit den Angehörigen trauern.
Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) rät den Hinterbliebenen der Opfer und den Verletzten, sich rasch zusammenzuschließen. Er könne nur empfehlen, schon jetzt klare Zusagen auf Schadenersatz von den Verantwortlichen einzufordern, sagte der FDP-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. «Später, wenn es zu Prozessen kommen sollte, ist das immer sehr, sehr schwierig.» Baum regte zugleich einen Opferfonds an. Bund, Land und Stadt könnten=einen solchen Fonds schaffen, um Ausfälle auszugleichen, die durch Zahlungsunfähigkeit des Loveparade-Veranstalters entstehen könnten.







Gekkoos Freemail
Die erste kostenlose E-Mail Adresse mit der Sie auch Geld verdienen und tolle Prämien erhalten können







Arbeitszimmer wieder stärker von Steuer absetzbar
Karlsruhe/Berlin (dpa) - Kosten für ein Arbeitszimmer zu Hause können künftig wieder leichter von der Steuer abgesetzt werden. Das Bundesverfassungsgericht erklärte die 2007 eingeführte Beschränkung der Abzugsmöglichkeiten für verfassungswidrig.
Nutznießer sind vor allem Lehrer und andere Berufstätige, die zum Teil von zu Hause aus arbeiten und denen der Arbeitgeber keinen eigenen Arbeitsplatz stellt.
Die Kosten müssen steuermindernd berücksichtigt werden, wenn kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, entschied das Gericht in einem am Donnerstag bekanntgegebenen Beschluss (Az. 2 BvL 13/09). Der Gesetzgeber muss nun rückwirkend vom 1. Januar 2007 an eine Neuregelung erlassen. Bis dahin dürfen die Steuerbehörden und Gerichte die Einschränkungen nicht mehr anwenden.
Die Bundesregierung werde dem Bundestag sobald wie möglich einen entsprechenden Gesetzgebungsvorschlag unterbreiten, teilte das Bundesfinanzministerium in Berlin mit. «Die finanziellen Auswirkungen können belastbar erst auf Grundlage eines konkreten Gesetzentwurfs abgeschätzt werden.»
Nach Schätzung des Vorsitzenden der Deutschen Steuer-Gewerkschaft, Dieter Ondracek, könnte das Urteil zu Mindereinnahmen in Höhe von rund 700 Millionen Euro pro Jahr führen. «Es bedeutet, dass die circa 800 000 Lehrer ihre häuslichen Arbeitszimmer wie früher geltend machen können», sagte Ondracek der Nachrichtenagentur dpa.
Die Finanzämter werden nach Angaben des Ministeriums entsprechende Steuerbescheide nur noch vorläufig festsetzen. Soweit vorläufige Bescheide nach einer Neuregelung zu ändern sind, soll dies direkt von den Finanzämtern erledigt werden. Die Betroffenen müssten dafür keinen Einspruch einlegen.
Wer sich allerdings nicht gegen seinen endgültigen Steuerbescheid gewehrt hat, kann nicht mit einer Rückerstattung rechnen. Eine Änderung endgültiger Steuerbescheide, die nicht angefochten wurden, komme nicht in Betracht, heißt es aus dem Hause von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).
Der Deutsche Steuerberaterverband wies darauf hin, dass Betroffene, die einen vorläufigen Steuerbescheid haben, die Kosten auch noch nachträglich geltend machen können. Dasselbe gilt, wenn sie ihre Bescheide schon vorher angefochten haben.
Die Abzugsmöglichkeiten für Arbeitszimmer in der eigenen Wohnung waren 2007 stark eingeschränkt worden. Seither konnten die Kosten nur noch geltend gemacht werden, wenn das Arbeitszimmer für die gesamte betriebliche und berufliche Betätigung nötig ist. Diese Regelung, so die Karlsruher Richter, verstoße gegen das Gebot der Gleichbehandlung, wenn für die Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.
Generell gelte der Grundsatz, dass betrieblich oder beruflich veranlasste Aufwendungen als Betriebsausgaben oder Werbungskosten von der Bemessungsgrundlage abziehbar sind. Ausnahmen hiervon muss der Gesetzgeber besonders begründen. Daran fehlt es jedoch nach Auffassung der Richter. Der vom Gesetzgeber aufgeführte Grund der Einnahmenvermehrung reiche nicht aus, da sich das für jede Mehrbelastung sagen ließe.
Im Ausgangsverfahren hatte ein Hauptschullehrer die Kosten für sein häusliches Arbeitszimmer geltend gemacht. Die Schule hatte ihm keinen Arbeitsplatz für die Vorbereitung des Unterrichts überlassen. Das Finanzgericht Münster hatte die Frage dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vorgelegt.







Gekkoos Werbeflatrate
Auf über 250 Top Werbeplätzen und in Tausenden von E-Mails.
Die erste echte Werbeflatrate – jetzt buchen

Sport
Unterhaltung
Wirtschaft


  
Mohr und Demut raus: DLV-Team weiter schwach
Barcelona (dpa) - Aus für Malte Mohr, Pleite für Katja Demut: Die Serie der deutschen Enttäuschungen bei der Leichtathletik-EM in Barcelona setzt sich fort. Mit Stabhochspringer Mohr (München) schied die nächste Medaillenhoffnung überraschend im Vorkampf aus.
Während seine Teamkollegen Fabian Schulze (München) und Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) die Qualifikation überstanden, scheiterte der deutsche Meister dreimal an der geforderten Höhe von 5,65 Metern. Dreispringerin Demut (Jena) leistete sich in der Ausscheidung drei Fehlversuche und musste ihren Finaltraum ebenfalls beenden.
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) will trotz der Rückschläge nicht in Panik verfallen. «Wir sehen keinen Grund, vom Kurs abzuweichen», erklärte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen auf einer Pressekonferenz. «Die Analyse der Trainer zeigt keine Unsicherheiten, die Stimmung in der Mannschaft ist gut.» Als wirklich große Enttäuschung bezeichnete er nur das Abschneiden von Diskuswerferin Nadine Müller (8. Platz), die als Führende der europäischen Bestenliste zur EM gekommen war. «Da haben wir mit einer Medaille fest gerechnet», so Kurschilgen.
Am dritten EM-Tag sorgte Mitfavorit Mohr für eine Enttäuschung. «Was soll ich machen? Trübsal blasen bringt jetzt auch nichts. Es ist gelaufen», sagte Mohr. Der 24-Jährige hatte vor der EM offensiv von einer Medaille gesprochen und von Gold geträumt. Der Zweite der Hallen-WM galt als einer der aussichtsreichsten Herausforderer des großen Favoriten Renaud Lavillenie aus Frankreich.
Mohr übersprang aber lediglich 5,50 Meter. 15 Zentimeter höher ging es nach erheblichen Startschwierigkeiten nur für Schulze und Holzdeppe hinaus. «Malte ist jetzt raus. Deshalb muss ich jetzt in die Bresche springen und seinen Medaillentraum wahr machen», meinte Mohrs Clubkollege Schulze.
Demut passierte ein ähnliches Missgeschick wie vor einem Jahr bei der WM in Berlin: Da hatte sie die Qualifikation mit zwei ungültigen Versuchen und einem Sprung über schwache 11,38 Meter verpatzt. Diesmal trat die 26-Jährige zweimal über und brach den dritten Versuch ab. In ihrem Kopf herrschte danach «Chaos». «Ich fühle mich beschissen», sagte Demut. «Ich war gut drauf und bin jetzt einfach nur tief enttäuscht. Woran es lag, weiß ich auch nicht.»
In den vergangenen Tagen waren mit den Hammerwerfern Markus Esser (Leverkusen) und Kathrin Klaas (Frankfurt) zwei weitere ambitionierte Athleten bereits im Vorkampf ausgeschieden. Neben Müller enttäuschte auch Nadine Kleinert (Magdeburg) als Siebte im Kugelstoßen.
100-Meter-Europameister Christophe Lemaitre hat dagegen auch über 200 Meter das Halbfinale erreicht. 14 Stunden nach seinem ersten Titelgewinn dominierte der Franzose seinen Vorlauf in 20,64 Sekunden. Auch Sebastian Ernst (Wattenscheid) zog als Dritter seines Rennens (20,72) in die nächste Runde ein. «Mein Ziel ist weiter das Finale. Das wird zwar sehr, sehr schwer, aber mit etwas Rückenwind und Glück in der Auslosung kann das klappen», sagte der 25-Jährige. Der deutsche Meister Daniel Schnelting verpasste dagegen schon das Semifinale. Als Vorlauf-Viertem (20,98) fehlten ihm 3/100 Sekunden, um über die Zeitwertung weiterzukommen.
Die Hürdensprinter Alexander John und Matthias Bühler hatten in dieser Beziehung mehr Glück. Beide belegten über 110 Meter Hürden jeweils den vierten Platz und erreichten trotzdem das Halbfinale. John (Leipzig) lief in 13,61 Sekunden die achtschnellste Vorlaufzeit, der deutsche Meister Bühler (Offenburg/13,62) die neuntschnellste.







 

 




Dax verbucht Verluste
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist am Donnerstag im Zuge einer schwächeren Wall Street ins Minus gedreht. Zum Handelsschluss verbuchte der deutsche Leitindex ein Minus von 0,72 Prozent auf 6134,70 Zähler. Der MDax sank um 1,06 Prozent auf 8405,41 Punkte, der TecDax büßte 1,04 Prozent auf 771,61 Punkte ein. Bis kurz nach Börseneröffnung in New York hatte der Dax noch deutlich im Plus notiert. In den USA litten Konsumwerte unter negativen Zahlen von Colgate- Palmoliv..

Hohes Armutsrisiko für alleinerziehende Mütter
Berlin (dpa) - Alleinerziehende Mütter sind überdurchschnittlich häufig von Armut betroffen. Sie leben von Hartz IV oder anderen Sozialunterstützungen und müssen auch deutlich häufiger als andere Erziehungshilfen der Jugendämter in Anspruch nehmen. Dies zeigen am Donnerstag vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Ergebnisse aus dem Mikrozensus 2009. Insgesamt haben 31 Prozent der rund 1,3 Millionen alleinerziehenden Mütter ein monatliches Einkomme..

Tom Tykwer im Wettbewerb von Venedig
Rom (dpa) - Regisseur Tom Tykwer kämpft dieses Jahr für Deutschland im Wettbewerb der 67. Filmbiennale von Venedig um den Goldenen Löwen. Tykwer («The International») tritt beim Festival vom 1. bis zum 11. September mit dem Streifen «Drei» an mit Sophie Rois und Sebastian Schipper in den Hauptrollen. Der Dokumentarfilm «Atom» von Markus Löffler und Andrée Korpys sowie der Trickfilm «The External World» von David Oreilly v..




Viel Licht, aber auch Schatten in Europas Röhren
Vier von insgesamt 26 getesteten Tunnel bekommen die rote Karte. Drei davon fallen mit dem ADAC-Urteil „bedenklich“ durch, der Testverlierer in Island sogar mit „mangelhaft“. Das ist das Ergebnis des aktuellen ADAC-Tunneltests, den der Automobilclub gemeinsam mit seinen Partnerclubs im Rahmen von EuroTAP in 13 europäischen Ländern durchgeführt hat. Drei Viertel der Röhren haben den Test bestanden: 16 Mal gab es die Note „sehr gut“ und vier Mal „gut“. Zwei weitere Tunnel ..

Ermittlungen gegen WestLB-Vorstände eingestellt
Düsseldorf (dpa) - Die Ermittlungen gegen zwei amtierende und mehrere ehemalige Vorstände der WestLB sind gegen Zahlung von insgesamt 445 000 Euro Geldauflagen eingestellt worden. Das bestätigte Staatsanwalt Johannes Mocken am Donnerstag in Düsseldorf. In dem Ermittlungsverfahren ging es um mehr als 600 Millionen Euro Spekulationsverluste im Eigenhandel der Bank im Jahr 2007. Ex-Vorstandschef Thomas Fischer, den der Skandal den Job kostete, muss demnach 150 000 Euro..

WWF: Staudämme bedrohen Riesenfische im Mekong
Frankfurt/Main (dpa) - Die einzigartigen Riesenfische im Unteren Mekong sind nach Angaben der Umweltstiftung WWF von elf Staudammprojekten bedroht. In China, Laos, Thailand und Kambodscha seien Dämme geplant - unpassierbare Hindernisse für die meterlangen und tonnenschweren Giganten. Im Mekong leben vier der zehn größten Süßwasserfische der Welt, darunter der Riesen-Stachelrochen, der bis zu 600 Kilogramm schwer und bis zu fünf Meter lang wird. Der Riesenwels..



Freemail
Werbeflat
Partner



Verdienen Sie schon Geld mit Ihrer eMail-Adresse - Nein? Der Gekkoos FreeMail- Account wirtschaftet in Ihre Tasche.  weiter...




Neueste Kommentare



Gekkoos Wetterservice


Deutschlandwetter

PLZ / Stadt:










Copyright © 2008-2010 Gekkoos Crossmedia International Ltd. Alle Rechte vorbehalten

Impressum   Datenschutz   AGB   Jobs   Presse   Werben   Hilfe/Support   |   Ihr Gastgeber: #5 ( kostenloser Rückruf )   |  Deeplink zu dieser Seite
Diese Seite als Lesezeichen speichern: Bookmark and Share   |  Machen Sie Gekkoos.de zu Ihrer Startseite!