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Karlsruhe (dpa) - Die Hartz-IV-Regelsätze für Kinder und Erwachsene müssen neu berechnet werden. Die bisherige Regelung verstößt gegen die Verfassung. Die Berechnung sei nicht transparent genug, entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Dienstag.
Das Gericht forderte den Gesetzgeber auf, bis zum 31. Dezember eine an der Realität orientierte Neuregelung zu schaffen. Ob Bezieher des Arbeitslosengeldes II deshalb mehr Geld bekommen müssen, ließ das Gericht offen.
Bis zu einer Änderung bleibt die bisherige Regelung gültig. Ab sofort können Hartz-IV-Empfänger jedoch einen besonderen Bedarf geltend machen, der durch die bisherigen Zahlungen nicht gedeckt wird. Damit drohen dem ohnehin schwer verschuldeten Staat in diesem Jahr höhere Ausgaben für Hartz IV. In Deutschland beziehen mehr als 6,5 Millionen Menschen Hartz-IV-Leistungen.
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts durfte der Gesetzgeber zur Sicherung eines «menschenwürdigen Existenzminimums» feste Regelsätze schaffen. Aber deren Berechnung ist nach Ansicht der Karlsruher Richter nicht korrekt gewesen. Sie müsse nun in einem transparenten und sachgerechten Verfahren nach dem tatsächlichen Bedarf neu erfolgen. Besonders bei Kindern müsse sich die neue Berechnung stärker an der Realität orientieren. Damit waren die Klagen von drei Familien aus Bayern, Hessen und Nordrhein- Westfalen erfolgreich.
Der Hartz-IV-Regelsatz für Erwachsene liegt derzeit bei 359 Euro monatlich, bei Inkrafttreten des Gesetzes Anfang 2005 waren es noch 345 Euro. Bei Kindern und Jugendlichen sind die Leistungen gestaffelt, und zwar ausgehend vom Regelsatz: Unter sechs Jahren gibt es 60 Prozent (215 Euro), unter 14 Jahren 70 Prozent (251 Euro), darüber 80 Prozent (287 Euro).
Berlin (dpa) - Das Bundeskabinett hat die Aufstockung des Bundeswehrkontingents für die internationale Schutztruppe in Afghanistan beschlossen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Dienstag in Berlin aus Regierungskreisen.
Die Höchstgrenze von derzeit 4500 Soldaten soll auf 5350 angehoben werden. Bereits am Mittwoch soll der Bundestag erstmals über die Erweiterung des Mandats beraten. Nach Vorstellungen der Regierung soll das Parlament noch im Februar darüber entscheiden.
Die Ausweitung des Mandats ist Teil der neuen Afghanistan- Strategie der Bundesregierung. Für die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte sollen künftig 1400 deutsche Soldaten dafür eingesetzt werden. Bisher waren es nur 280. Die Aufstockung gilt aber nur für einen begrenzten Zeitraum. Vom kommenden Jahr an will die Bundesregierung die Truppenstärke wieder reduzieren. Die Verantwortung für die Sicherheit im Land soll dann schrittweise dem afghanischen Militär und der Polizei übertragen werden.
Die Verabschiedung des Mandats mit der Koalitionsmehrheit gilt als sicher. Unklar ist aber noch, wie die SPD sich bei der Abstimmung verhalten wird. Die Sozialdemokraten sehen Klärungsbedarf in zentralen Fragen. Auch die Grünen stehen dem neuen Regierungskonzept skeptisch gegenüber. Die Linken sind für den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan.
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Washington (dpa) - Die US-Weltraumbehörde NASA hat den ursprünglich für Dienstag geplanten Start ihrer neuen Sonnensonde um mindestens einen Tag verschoben.
Das «Solar Dynamics Observatory» (SDO) soll nun an diesem Mittwoch um 16.30 Uhr MEZ an Bord einer Atlas-V-Rakete in den Weltraum geschossen werden, teilte die NASA am Montag mit. Ein Grund für die Verzögerungen wurde nicht genannt. Das fliegende Observatorium soll helfen, die schwankende Sonnenaktivität und damit das sogenannte Weltraumwetter besser zu verstehen.
Das fliegende Observatorium wird die Sonne 24 Stunden am Tag im Blick behalten, sieben Tage pro Woche, rund ums Jahr. Alle zehn Sekunden macht das SDO eine Aufnahme von der Sonne in acht Wellenlängen, jedes Bild hat 16 Megapixel - das entspricht der Auflösung einer modernen Profi-Kamera. Der Satellit überwacht zudem die ultraviolette (UV) Strahlung und die Magnetfeldschwankungen der Sonne und schaut wie mit einer Art Ultraschall ins Innere unseres Tagesgestirns. Das alles soll nicht nur unser Wissen über die Sonnenphysik fördern, sondern auch Frühwarnungen vor gefährlichen Sonnenstürmen ermöglichen.
Das SDO produziert eine Datenflut, wie es sie noch nie bei einer Mission der US-Raumfahrtbehörde gegeben hat. Pro Tag funkt die Sonde 1,5 Terabyte zur Erde. Das sind nach einer NASA-Mitteilung fast 50 Mal mehr wissenschaftliche Daten als bei jeder anderen bisherigen Mission in der NASA-Geschichte. «Es ist, als würde man an jeden Tag 500 000 Songs herunterladen», sagt Dean Pesnell vom Goddard Space Flight Center der NASA in Maryland.
Wie intensiv wird der nächste Sonnenfleckenzyklus sein? Lässt sich künftig vorhersagen, wann heftige Sonnenwinde zu einem Bombardement der Erde mit geladenen Teilchen führen? Könnte eine längere Periode der Inaktivität auf der Sonne den Erdbewohnern einen verlängerten Winter bescheren? Das sind nur einige wenige der vielen Fragen, zu deren Antworten das SDO beitragen soll.
Die Mission ist die erste und der NASA zufolge das «Kronjuwel» in einem neuen Programm mit dem Titel «Living With a Star» (Leben mit einem Stern). Mindestens fünf Jahre lang soll das beim Start 3100 Kilogramm schwere Observatorium um die Erde kreisen, auf einer zum Äquator geneigten Bahn, die ihm rund um die Uhr die Beobachtung der Sonne ermöglicht. Die Wissenschaftler erhoffen sich Aufschlüsse über die Entstehung der magnetischen Felder der Sonne und darüber, wie sich gespeicherte magnetische Energie in kinetische verwandelt - in Form von Sonnenstürmen.
Um die ehrgeizigen Erwartungen der Forscher zu erfüllen, hat das SDO drei spezialisierte Instrumente an Bord. Ein System von vier Teleskopen soll die Sonnenoberfläche und -atmosphäre fotografieren. Ein UV-Detektor überwacht die ultraviolette Helligkeit der Sonne - langsame UV-Schwankungen beeinflussen Erdatmosphäre und -klima, schnelle Schwankungen können Satelliten- und Funkkommunikation stören. Ein kombinierter seismischer und Magnetfelddetektor zeichnet die solaren Magnetfelder auf und blickt über die Beobachtung von Dichteschwankungen auf der Sonne wie mit einem Ultraschallgerät ins Innere des Sterns.
Alles dies ergießt sich als Datenlawine in die Labore der Forscher. Nachdem der ursprünglich für 2009 geplante Start wegen technischer Probleme verschoben werden musste, wünscht sich Pesnell vom Goddard-Zentrum jetzt nur noch: «Lass die Lawine anrollen.»
Weitere Informationen unter: http://www.nasa.gov/sdo
London (dpa) - Britische und niederländische Wissenschaftler haben ein Gen entdeckt, das eine Schlüsselrolle beim Älterwerden spielen könnte.
Die Forscher der Universität Leicester, vom King's College London und der Universität Groningen stießen auf das Gen, als sie die Beziehung zwischen bestimmten Krankheiten und der Alterung des Erbguts untersuchten, wie sie im Fachjournal «Nature Genetics» (online vorab) berichten.
Es gebe Hinweise, dass das Risiko altersbedingter Krankheiten wie Herzerkrankungen oder mancher Krebsarten enger mit diesem Chromosomen-Alter als mit dem tatsächlichen in Verbindung stünden, sagte Prof. Nilesh Samani von der Universität Leicester. Chromosomen sind die Träger des Erbguts.
Die Forscher untersuchten sogenannte Telomere, die wie eine Art Schutzkappen die Chromosomen-Endungen bedecken. «Menschen werden mit Telomeren einer bestimmten Länge geboren», sagte Samani. Diese verkürzen sich mit jeder Zellteilung, woran sich das Chromosomen-Alter ablesen lässt.
Die Forscher fanden heraus, dass Menschen mit einer bestimmten Genvariante kürzere Telomere haben und biologisch älter aussahen. «Die Ergebnisse werfen die Frage auf, ob Menschen mit dieser Variante eher unter altersbedingten Erkrankungen leiden», sagte Samani.
Die Forscher analysierten mehr als 500 000 Genvarianten im menschlichen Chromosomensatz. «Die identifizierte Variante liegt nah beim Gen TERC, das schon dafür bekannt ist, eine wichtige Rolle im Erhalten der Länge der Telomere zu spielen», sagte Professor Tim Spector vom King's College London. «Unsere Studie legt nahe, dass manche Menschen genetisch so programmiert sind, dass sie schneller altern.»
Nach Berechnungen der Forscher geht es dabei um drei bis vier Jahre. Die Genvariante könnte auch die Empfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen erhöhen, die das Altern fördern, wie Rauchen, Fettleibigkeit oder zu wenig Bewegung.
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Als absolutes Top-Modell des Sportwagens Porsche 911 feiert nun die Version Turbo S Wiederauferstehung. Der mindestens 173 241 Euro teure Supersportler steht ab Mai als Coupé und Cabrio beim Händler, Premiere feiert er auf dem Genfer Automobilsalon (4. bis 14. März). Im Heck arbeitet ein von zwei Turboladern beatmeter Sechszylinder-Boxermotor, der mit 390 kW/530 PS um 30 PS stärker ist als im bisherigen Top-Modell 911 Turbo. Das maximale Drehmoment beträgt 700 Nm und reicht in Verbindung mit dem serienmäßigen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe aus, den Allrader in 3,3 Sekunden auf Tempo 100 zu katapultieren. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 315 km/h erreicht. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 11,4 Litern je 100 Kilometer an, was exakt dem Wert des etwas schwächeren 911 Turbo entspricht. Zur Ausstattung des 2+2-Sitzers gehören unter anderem Keramikbremsen, Ledersportsitze, 19 Zoll-Räder und das aktive Fahrwerkssystem "Porsche Torque Vectoring", das die Motorkraft variabel zwischen den Hinterrädern verteilt. Zuletzt gab es die "Turbo S"-Version in der Vorgängergeneration des Porsche 911. Damals kam der Sechszylinder-Boxer auf 331 kW/450 PS. Die Neuauflage greift auf einen komplett neu entwickelten Turbomotor zurück. Leistungsmäßig liegt der Turbo S auf einer Stufe mit dem nicht mehr gebauten Porsche 911 GT2 mit Heckantrieb und zwei Sitzen.
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Vancouver (dpa) - Das warme Wetter lässt die Olympia-Macher weiter zittern, Thomas Bach lässt seine Zukunft als DOSB-Chef offen und IOC- Präsident Jacques Rogge ist beunruhigt über Russlands Doping-Serie.
Doch drei Tage vor Eröffnung der Olympischen Winterspiele verdirbt eigentlich nur die warme Witterung die gute Laune in Vancouver. «Man sollte die Schneeproblematik nicht dramatisieren», erklärte Rogge. Das Organisationskomitee VANOC und der Ski-Weltverband FIS hätten versichert, es gebe keine Probleme. «Wir haben hier keinen Schneeteppich, aber dies sind ja grüne Spiele», scherzte der belgische Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).
Dennoch werden Erinnerungen an Calgary 1988 wach, als Loipen von grünen Wiesen umgeben waren. Für die kommenden Tage sind in den Bergen um Whistler steigende Temperaturen angesagt, die Frostgrenze soll bis Freitag auf 1500 Meter hoch gehen. Der Start der Herren- Abfahrt in Whistler-Creekside liegt auf 1678 Meter.
Bei der ersten Besichtigung gab es zwar Lob für die Piste, zunehmend Kopfzerbrechen bereitet aber das Wetter. Der FIS- Renndirektor Günter Hujara äußerte sich skeptisch über das geplante Rennprogramm bis zum 14. Februar. «Was Sorgen macht, sind die Temperaturen und die Wettervorhersagen. Das Risiko, dass es am Wochenende stark regnen soll, ist sehr hoch», sagte Hujara. Am 13. Februar soll die Herren-Abfahrt stattfinden, einen Tag später die Kombination der Damen. Wegen der Plusgrade musste der untere Teil der Piste vorerst gesperrt werden.
Am Cypress Mountain hat das erste offizielle Training der Buckelpistenfahrer wie geplant stattgefunden. Die Region in West Vancouver leidet anders als Whistler seit Monaten unter Schneemangel. Die Snowboarder mussten wegen der schlechten Bedingungen zum Training nach Whistler ausweichen. «Es sind keine Verschiebungen geplant», sagte ein VANOC-Sprecher.
Bach will sich erst im Laufe des Jahres entscheiden, ob er sich am 4. Dezember in München als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zur Wiederwahl stellt. «Ich habe mich noch nicht entschieden», erklärte der 56-jährige Tauberbischofsheimer in Vancouver. Die Frage des zeitlichen Engagements spiele eine Rolle und das Arbeitsprogramm. Dagegen freut er sich auf seine dritte Amtszeit als IOC-Vizepräsident. Die Arbeit in der Exekutive mache großen Spaß und sei «in Teilen auch faszinierend». Die IOC-Vollversammlung dürfte ihn am Freitag im ersten Wahlgang bestätigen. Einen Gegenkandidaten gibt es (noch) nicht. «Es wäre ganz schön, wenn es mal ohne Anstrengung ablaufen würde», sagte der deutsche Ober-Olympier.
Durch die Bestätigung als IOC-Vize würde er sich in eine ausgezeichnete Position bringen, wenn 2013 die Nachfolge von Präsident Rogge geklärt wird. Bisher hat Bach stets betont, sich mit dieser Frage noch nicht zu beschäftigen. Groß war bei ihm die Freude, auf einem Teilstück die olympische Fackel tragen zu dürfen - das erste Mal bei Winterspielen. Wer nach 106 Tagen Fackellauf während der Eröffnungsfeier die olympische Flamme entzünden wird, bleibt bis zum Schluss ein streng gehütetes Geheimnis. Heißer Kandidat: Kanadas Eishockey-Legende Wayne Gretzky.
In aller Offenheit drückte Rogge seine Besorgnis über die Negativserie von elf Doping-Fällen in Russland aus und erhöhte den Druck auf die Funktionäre der Sportmacht. «Die Zahlen haben mich auch verblüfft. Deshalb habe ich mit dem russischen Präsidenten gesprochen. Das zeigt meine Sorge», offenbarte der 67-Jährige. Kreml- Chef Dmitri Medwedew habe ihm in Gesprächen «überzeugende Anti- Doping-Aktionen» zugesichert.
Vier Tage vor dem Olympia-Start sind auch Ski-Star Maria Riesch und Eisschnelllauf-Ass Anni Friesinger-Postma in Kanada eingetroffen. Zum dritten großen Tross des DOSB mit seinen 153 Teilnehmern gehörten insgesamt 34 Sportler und Betreuer, darunter auch die Nordischen Kombinierer und Skispringer. Mit Generaldirektor Michael Vesper reiste der letzte Spitzenfunktionär des DOSB an.
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Los Angeles (dpa) - Der Animationsfilm «Oben» aus der Trickfilmschmiede Pixar hat am Wochenende bei der Verleihung der «Annie Awards» die wichtigsten Trophäen abgeräumt.
«Oben» wurde vom Verband «International Animated Film Society» zum besten Zeichentrickfilm des Jahres gekürt. Zudem gewann Pete Docter mit seiner rührenden Geschichte eines einsamen alten Mannes, der mit einem kleinen Jungen auf Abenteuerreise geht, den Regie-Preis.
«Oben» ist einer von zehn Anwärtern für den Oscar als «Bester Film». Zudem konkurriert der Streifen mit «Küss den Frosch», «Coraline», «Der fantastische Mr. Fox» und «The Secret of Kells» um den Oscar in der Sparte Zeichentrickfilm. Die «Annie»-Preise gelten als Wegweiser für die Zeichentrick-Oscars. Seit Einführung dieser Kategorie bei den Academy Awards im Jahr 2001 räumten meist dieselben Filme beide Preise ab. 2008 gingen beide Top-Preise an «Ratatouille». Im vergangenen Frühjahr wurde allerdings «Kung Fu Panda» als «Annie»- Sieger gefeiert während sich das Pixar-Abenteuer «Wall-E» den Oscar sicherte.
Bei der 37. «Annie»-Verleihung in der Nacht zum Sonntag in Los Angeles holte sich Disneys «Küss den Frosch» drei Trophäen, darunter für Figurenanimation und Zeichentrick-Effekte. «Coraline» erhielt ebenfalls drei Preise (Figurendesign, Musik, Ausstattung), während die Regisseure und Autoren Wes Anderson and Noah Baumbach mit dem Drehbuch für «Der fantastische Mr. Fox» punkteten.
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Berlin/Frankfurt/Main (dpa) - Der US-Autokonzern General Motors (GM) hat bei Bund und Ländern Staatshilfen in Milliardenhöhe für die Sanierung seiner deutschen Tochter Opel beantragt. Der Antrag sei eingegangen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Dienstag aus Regierungskreisen.
Insgesamt will General Motors in den europäischen Ländern mit Opel-Standorten rund 2,7 Milliarden Euro Staatshilfen einsammeln. Nach dpa-Informationen soll Deutschland etwas mehr als die Hälfte dieser Summe beisteuern.
Den Betrag sollen je zur Hälfte Bund und Länder zahlen, hieß es vonseiten der beteiligten Opel-Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Dem Antrag zufolge will GM für Opel Hilfen aus dem «Deutschlandfonds» bekommen, den die Bundesregierung in der Krise für notleidende Unternehmen aufgelegt hatte.
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Vancouver (dpa) - Das warme Wetter lässt die Olympia-Macher weiter zittern, Thomas Bach lässt seine Zukunft als DOSB-Chef offen und IOC- Präsident Jacques Rogge ist beunruhigt über Russlands Doping-Serie.
Doch drei Tage vor Eröffnung der Olympischen Winterspiele verdirbt eigentlich nur die warme Witterung die gute Laune in Vancouver. «Man sollte die Schneeproblematik nicht dramatisieren», erklärte Rogge. Das Organisationskomitee VANOC und der Ski-Weltverband FIS hätten versichert, es gebe keine Probleme. «Wir haben hier keinen Schneeteppich, aber dies sind ja grüne Spiele», scherzte der belgische Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).
Dennoch werden Erinnerungen an Calgary 1988 wach, als Loipen von grünen Wiesen umgeben waren. Für die kommenden Tage sind in den Bergen um Whistler steigende Temperaturen angesagt, die Frostgrenze soll bis Freitag auf 1500 Meter hoch gehen. Der Start der Herren- Abfahrt in Whistler-Creekside liegt auf 1678 Meter.
Bei der ersten Besichtigung gab es zwar Lob für die Piste, zunehmend Kopfzerbrechen bereitet aber das Wetter. Der FIS- Renndirektor Günter Hujara äußerte sich skeptisch über das geplante Rennprogramm bis zum 14. Februar. «Was Sorgen macht, sind die Temperaturen und die Wettervorhersagen. Das Risiko, dass es am Wochenende stark regnen soll, ist sehr hoch», sagte Hujara. Am 13. Februar soll die Herren-Abfahrt stattfinden, einen Tag später die Kombination der Damen. Wegen der Plusgrade musste der untere Teil der Piste vorerst gesperrt werden.
Am Cypress Mountain hat das erste offizielle Training der Buckelpistenfahrer wie geplant stattgefunden. Die Region in West Vancouver leidet anders als Whistler seit Monaten unter Schneemangel. Die Snowboarder mussten wegen der schlechten Bedingungen zum Training nach Whistler ausweichen. «Es sind keine Verschiebungen geplant», sagte ein VANOC-Sprecher.
Bach will sich erst im Laufe des Jahres entscheiden, ob er sich am 4. Dezember in München als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zur Wiederwahl stellt. «Ich habe mich noch nicht entschieden», erklärte der 56-jährige Tauberbischofsheimer in Vancouver. Die Frage des zeitlichen Engagements spiele eine Rolle und das Arbeitsprogramm. Dagegen freut er sich auf seine dritte Amtszeit als IOC-Vizepräsident. Die Arbeit in der Exekutive mache großen Spaß und sei «in Teilen auch faszinierend». Die IOC-Vollversammlung dürfte ihn am Freitag im ersten Wahlgang bestätigen. Einen Gegenkandidaten gibt es (noch) nicht. «Es wäre ganz schön, wenn es mal ohne Anstrengung ablaufen würde», sagte der deutsche Ober-Olympier.
Durch die Bestätigung als IOC-Vize würde er sich in eine ausgezeichnete Position bringen, wenn 2013 die Nachfolge von Präsident Rogge geklärt wird. Bisher hat Bach stets betont, sich mit dieser Frage noch nicht zu beschäftigen. Groß war bei ihm die Freude, auf einem Teilstück die olympische Fackel tragen zu dürfen - das erste Mal bei Winterspielen. Wer nach 106 Tagen Fackellauf während der Eröffnungsfeier die olympische Flamme entzünden wird, bleibt bis zum Schluss ein streng gehütetes Geheimnis. Heißer Kandidat: Kanadas Eishockey-Legende Wayne Gretzky.
In aller Offenheit drückte Rogge seine Besorgnis über die Negativserie von elf Doping-Fällen in Russland aus und erhöhte den Druck auf die Funktionäre der Sportmacht. «Die Zahlen haben mich auch verblüfft. Deshalb habe ich mit dem russischen Präsidenten gesprochen. Das zeigt meine Sorge», offenbarte der 67-Jährige. Kreml- Chef Dmitri Medwedew habe ihm in Gesprächen «überzeugende Anti- Doping-Aktionen» zugesichert.
Vier Tage vor dem Olympia-Start sind auch Ski-Star Maria Riesch und Eisschnelllauf-Ass Anni Friesinger-Postma in Kanada eingetroffen. Zum dritten großen Tross des DOSB mit seinen 153 Teilnehmern gehörten insgesamt 34 Sportler und Betreuer, darunter auch die Nordischen Kombinierer und Skispringer. Mit Generaldirektor Michael Vesper reiste der letzte Spitzenfunktionär des DOSB an.
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NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist am Montag im späten Handel unter der Marke von 1,37 US-Dollar geblieben. Zuletzt wurden für die Gemeinschaftswährung 1,3676 Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3675 (Freitag: 1,3691) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7313 (0,7304) Euro.
Damit unterbrach der Euro seine jüngste Talfahrt zumindest etwas – am Freitag war er sogar kurzzeitig unter 1,36 Dollar abgerutscht und damit auf den..
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Hamburg (dpa) - Einst mischte er mit seinem Milchstraßenverlag die deutsche Zeitschriftenlandschaft auf, doch mittlerweile ist Print für ihn Vergangenheit: Dirk Manthey (55) setzt voll auf das World Wide Web und startet an diesem nach dem Mediendienst Meedia (im Sommer 2008) sein zweites Internetangebot.
EatSmarter (www.eatsmarter.de) heißt das neue Projekt, bei dem sich alles ums Essen und Kochen dreht. Also noch eine Koch-Website - gibt es nicht schon genügend? Von solche..
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Berlin (dpa) - Diebstahl geistigen Eigentums? Helene Hegemann, die 17-jährige Autorin des Überraschungs-Bestsellers «Axolotl Roadkill», hat sich gegen Plagiatsvorwürfe verteidigt.
«Originalität gibt's sowieso nicht, nur Echtheit», schrieb der Nachwuchsstar in einer vom Ullstein Verlag verbreiteten Erklärung. «Das, was wir machen, ist eine Summierung aus den Dingen, die wir erleben, lesen, mitkriegen und träumen.»
Der Blogger Deef ..
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Prag (dpa) - Die seit Freitag andauernden Schneefälle haben in Tschechien auch am Montag den Verkehr behindert. Im böhmischen Landesteil herrschte in mehreren Regionen weiter der Verkehrsnotstand, wie Radio Prag berichtete.
Wegen Schneeverwehungen kam es im Zugverkehr teilweise zu mehrstündigen Verspätungen, von denen auch die Verbindungen nach Deutschland, Österreich und in die Slowakei betroffen waren. Der Flughafen Prag konnte den Betrieb weitgehend normal fortfü..
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat sich am Dienstag leicht von seinen starken Kursverlusten in den vergangenen Wochen erholt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,3710 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Ein Dollar war 0,7294 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag noch auf 1,3675 (Freitag: 1,3691) Dollar festgesetzt.
Trotz der leichten Kursgewinne notiert der Euro immer noch in der Nähe seines Neun-Monats..
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Hamburg (dpa) - Unsere Sonne schwankt im Rhythmus von etwa elf Jahren zwischen ruhigen und besonders aktiven Phasen mit vielen Sonnenflecken, Gasausbrüchen und Strahlungsstürmen. Grund für die Aktivitätsschwankungen ist der Rhythmus des Gastransports in den Außenschichten der Sonne.
Während einer aktiven Phase treten vermehrt Sonnenflecken auf. Diese dunkleren Gebiete in der Sonnenatmosphäre bilden sich durch starke Magnetfelder: Normalerweise brodelt die Sonn..
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