|
Brasília (dpa) - Außenminister Guido Westerwelle (FDP) ist am späten Dienstagabend (Ortszeit) in Brasilien, der letzten Station seiner knapp einwöchigen Südamerika-Reise, eingetroffen.
Am heutigen Mittwoch wird er in der Hauptstadt Brasília zunächst mit Industrieminister Miguel Jorge und anschließend mit Außenminister Celso Amorim zusammenkommen. Westerwelle wird auch in Brasilien von seinem Lebenspartner Michael Mronz begleitet. In der «Bild»-Zeitung wies der Sportveranstaltungsmanager Vorwürfe aus Oppositionskreisen zurück, die Reisen des Ministers für private Geschäfte zu nutzen.
«Wann immer ich es zeitlich schaffe, möchte ich Herrn Westerwelle auf seinen Reisen begleiten, um mich für Kinder sozial zu engagieren», sagte Mronz, der auch Vorstand der Aktion «Ein Herz für Kinder» ist. Dass er auf eigene Kosten reise, verstehe sich dabei von selbst. «Gerade weil wir keine eigenen Kinder haben, möchte ich ein Herz für Kinder zeigen», so Mronz weiter.
Zuvor hatte Westerwelle bereits alle Kritik der Opposition an der Begleitung zurückgewiesen: «Ich freue mich, dass sich Herr Mronz die Zeit nimmt, mich auf eigene Kosten zu begleiten, um sich in der Region über soziale Probleme zu informieren und dafür zu engagieren. Das wollen und werden wir fortsetzen.»
Ein wichtiger Punkt auf der letzten Station der Südamerikareise des Außenminister sind Wirtschaftsthemen. Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. 1200 deutsche Unternehmen, die 250 000 Menschen beschäftigen und rund 10 Prozent zum industriellen Bruttoinlandsprodukt beitragen, sind dort aktiv. Am Donnerstag wird Westerwelle in São Paulo eine Rede vor deutschen und brasilianischen Unternehmern halten. Außerdem steht der Besuch in einem Siemens-Werk auf dem Programm.
Zum Abschluss seiner sechstägigen Reise fliegt Westerwelle am Freitag nach Rio de Janeiro, wo er sich über die anstehenden Sport- Großereignisse informiert. Brasilien richtet 2014 die Fußball- Weltmeisterschaft und 2016 die Olympischen Spiele in Rio aus.
Westerwelle kam aus Uruguay. Dort hatte er mit Außenminister Luis Almagro ein Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet. Uruguay steht derzeit noch auf einer «Grauen Liste» von Steueroasen, die die internationalen Standards zum Austausch von Finanzdaten nicht einhalten. Almagro sagte: «Wir wollen uns weiter öffnen für den Rest der Welt.» Damit sollten auch mehr ausländische Direktinvestitionen ins Land geholt werden. Westerwelle sprach sich für einen weiteren Ausbau der Kontakte aus, auch über den wirtschaftlichen Bereich hinaus. Deutschland wolle in der lateinamerikanischen Welt auch «mit kleineren Staaten beste Beziehungen pflegen».
Der FDP-Chef will das Verhältnis zu Südamerika zu einem Schwerpunkt seiner Amtszeit machen. Vor Brasilien und Uruguay war Westerwelle bereits in Chile und Argentinien.
New York/Jerusalem (dpa) - Nach US-Vizepräsident Joe Biden hat auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die israelischen Pläne für den umstrittenen Siedlungsbau im nordöstlichen Teil Jerusalems verurteilt. Der Generalsekretär habe erneut deutlich gemacht, dass die Siedlungen gegen internationales Recht verstoßen, sagte ein Sprecher Bans am späten Dienstagabend (Ortszeit) in New York. Des Weiteren stünden die Pläne nach Ansicht Bans «den Verpflichtungen Israels aus der Roadmap entgegen und unterminieren jede Bewegung hin zu einem realisierbaren Friedensprozess». Das israelische Innenministerium hatte am Dienstag den Bau von 1600 weiteren Wohnungen auf besetztem Palästinensergebiet angekündigt.
Die israelische Ankündigung just zu dem Zeitpunkt, da sich der amerikanische Vizepräsident in der Region aufhält, hat für erhebliche Verstimmung gesorgt. Auch vor dem Hintergrund der gerade erst angekündigten indirekten Gespräche mit den Palästinensern sei dies «genau jene Art von Maßnahme, die das jetzt notwendige Vertrauen unterwandert und den konstruktiven Gesprächen zuwiderläuft, die ich hier in Israel hatte», hieß es in einer in Washington verbreiteten Erklärung Bidens.
«Wir müssen eine Atmosphäre schaffen, die Verhandlungen unterstützt, und nicht eine, die sie verkompliziert», betonte der US- Vize. Die Ankündigung mache noch einmal die Notwendigkeit von baldigen Verhandlungen deutlich, in denen alle noch bestehenden Probleme des Konflikts gelöst werden. «Einseitige Maßnahmen von einer der Seiten können nicht das Ergebnis von Verhandlungen über Fragen eines permanenten Status' vorwegnehmen.»
Das Viertel, das Israel ausbauen will, liegt im besetzten Gebiet, das die Palästinenser als Teil eines künftigen eigenen Staates beanspruchen. Nabil Abu Rudeinah, Sprecher des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas, sprach von einer «Provokation». Erst am Montag hatte Israel die Palästinenser schon brüskiert, indem es den Bau von 112 neuen Wohnungen in der Siedlung Beitar Illit im Westjordanland ankündigte. Dort gilt eigentlich seit November ein zehnmonatiges Moratorium. In Jerusalem, das Israel als unteilbare Hauptstadt betrachtet, war jedoch kein Baustopp zugesagt worden.
Biden hatte sich zuvor optimistisch über die Friedenschancen in Nahost geäußert. «Ich denke, wir haben einen Moment der guten Gelegenheit», sagte er während eines Treffens mit dem israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres. Die Interessen Israels und der Palästinenser lägen bei objektiver Betrachtung näher beieinander als auseinander. Der US-Vizepräsident will am heutigen Mittwoch mit der Palästinenserführung in Ramallah sprechen.
Israel und die Palästinenser hatten sich am Montag auf indirekte Friedensgespräche mit Hilfe eines US-Vermittlers geeinigt. Die letzte Runde von Friedensverhandlungen war vor 15 Monaten zu Beginn des Gazakrieges Ende Dezember 2008 abgebrochen worden. Langfristiges Ziel ist eine umfassende Friedenslösung für den Nahen Osten.
Als Werbepartner erhalten Sie Ihr eigenes Webportal mit renommierten Anbietern aus ganz Europa und werden mit bis zu 80% an den Umsätzen und Werbeeinnahmen beteiligt.
Sydney/Jakarta (dpa) - Einer der meistgesuchten Terroristen Asiens ist bei einem Einsatz der Anti-Terroreinheit in Indonesien getötet worden. Dulmatin, der wie viele Indonesier nur einen Namen hat, soll eine der Bomben bei den Terroranschlägen 2002 auf Bali gezündet haben.
Dabei kamen 202 Menschen ums Leben. Präsident Susilo Bambang Yudhoyono bestätigte am Mittwoch bei einem Besuch in Australien, dass Dulmatin unter den drei Todesopfern einer Razzia am Dienstag in Jakarta war. Bei dem Anschlag auf Bali waren vor allem australische Touristen ermordet worden.
Dulmatin (39) war eine Führungsfigur in der Terrororganisation Jemaah Islamiyah. Auf deren Konto gehen in Südostasien zahlreiche Anschläge. Die US-Bundespolizei FBI hatte ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt. Der Anti-Terror-Einsatz in Jakarta kam eineinhalb Wochen vor dem Besuch von US-Präsident Barack Obama in Indonesien.
Dulmatin war Indonesier, soll sich aber in den letzten Jahren vor allem im muslimischen Süden der Philippinen versteckt haben. Die dortige Polizei dachte vor zwei Jahren schon einmal, seine Leiche gefunden zu haben, doch stellte sich das nach einer DNA-Analyse als falsch heraus.
Berlin (dpa) - Um Kosten im Gesundheitswesen einzusparen, hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) einen harten Umgang mit den Arzneimittelherstellern angekündigt.
«Ich habe immer gesagt, dass ich hart an die Pharmaindustrie und deren Preise herangehen werde», sagte er der «Bild»-Zeitung (Mittwoch). Um eine Kostensenkung bei den Arzneimitteln zu erreichen, «werden wir die Pharmafirmen in Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen zwingen». Dies solle «so schnell wie möglich» passieren. Bis es soweit ist, müsse es kurzfristige Kostenbremsen geben. «Das sind Zwangsrabatte und Preismoratorien», sagte Rösler.
Die genaue Höhe der zu erwartenden Einsparungen könne noch nicht beziffert werden. «Das hängt von den Verhandlungsergebnissen ab.» Die Einsparchancen liegen laut Rösler bei zwei Milliarden Euro. Zudem müssten Hersteller, bevor sie Präparate auf den Markt bringen, über eine Studie den Zusatznutzen für Patienten wissenschaftlich belegen, was genau geprüft würde, sagte der Gesundheitsminister. Seine Pläne werde er in Kürze den Koalitionsfraktionen vorstellen. «Spätestens bis Ende des Jahres soll das Gesetz kommen.»
Die erste kostenlose E-Mail Adresse mit der Sie auch Geld verdienen und tolle Prämien erhalten können
Berlin (dpa) - Als Konsequenz seiner Verwicklung in eine Bauaffäre ist der Berliner SPD-Abgeordnete Ralf Hillenberg aus der SPD-Fraktion ausgetreten. Gegen den Willen der Parteispitze behält er aber sein Mandat.
Eine Rückgabe würde «zwangsläufig als Eingeständnis eines Fehlverhaltens» gewertet, das er nicht begangen habe, sagte Hillenberg am Dienstagabend nach mehr als dreistündiger Sitzung der SPD-Fraktion. Mit dem Austritt kam er einem Ausschluss zuvor.
Dem langjährigen SPD-Abgeordneten und Bauingenieur wird unzulässige Verquickung von Beruf und Mandat vorgeworfen. Seine Firma hatte mehrere Aufträge der landeseigenen Wohnungsgesellschaft Howoge ohne die geforderten Ausschreibungen angenommen. Zugleich saß Hillenberg lange im Bauausschuss.
Der Austritt des 53-Jährigen hat keine gravierenden Konsequenzen für die Mehrheitsverhältnisse im Berliner Abgeordnetenhaus: der bisherige FDP-Abgeordnete Rainer-Michael Lehmann hatte am Dienstag seinen baldigen Eintritt in die SPD-Fraktion angekündigt. Durch den Wechsel bewahrt Lehmann die rot-rote Koalition in Berlin vor einer Ein-Stimmen-Mehrheit. Mit Lehmann verfügen die Regierungsfraktionen SPD und Linke künftig weiter über 76 Abgeordnete, während die Opposition ein Mandat verliert und dann nur noch 71 Abgeordnete hat. Außerdem gibt es dann mit Hillenberg zwei fraktionslose Abgeordnete.
Lehmann soll in den nächsten Tagen in die SPD-Fraktion aufgenommen werden. Seiner bisherigen Partei FDP warf der 49-Jährige in seinem Austrittsschreiben einen «Angriff auf den Sozialstaat» vor, ohne die Angriffe von FDP-Chef Guido Westerwelle auf angeblich zunehmenden Sozialmissbrauch zu erwähnen. Seit geraumer Zeit habe er mit zunehmender Sorge beobachtet, wie sich die FDP «von den sozialliberalen Grundwerten durch eine Überbetonung des Leistungsgedankens und eine massive Mittelumverteilung» abgewandt habe», zitiert die «Berliner Zeitung» (Dienstag) Lehmann.
FDP-Chef Markus Löning und der FDP-Fraktionsvorsitzende Christoph Meyer wiesen diese Kritik als «falsch» und «vorgeschoben» zurück. Löning forderte umgehend die Rückgabe des Mandats von Lehmann.
Auf über 250 Top Werbeplätzen und in Tausenden von E-Mails.
Die erste echte Werbeflatrate – jetzt buchen
| Sport | | Unterhaltung | | Wirtschaft |
| | |  | |
Florenz (dpa) - Der FC Bayern München hat das Viertelfinale der Champions League erreicht. Dem deutschen Fußball-Rekordmeister genügte im Achtelfinal-Rückspiel beim AC Florenz ein 2:3 (0:1). Das Hinspiel hatte der Bundesliga-Tabellenführer mit 2:1 gewonnen.
Aufgrund der mehr erzielten Auswärtstreffer schafften die Münchener den Sprung in die Runde der letzten Acht. In der stürmischen Toscana hatte die nie aufsteckenden Bayern dank toller Moral und eines Traumtores von Arien Robben den K.o. im Achtelfinal-Krimi abgewendet. In einer turbulenten zweiten Spielhälfte schossen die Niederländer Robben (65. Minute) und Mark van Bommel (60.) den deutschen Fußball-Rekordmeister wie im Vorjahr ins Viertelfinale der Königsklasse. Der 10. der italienische Liga war durch Juan Vargas (28. Minute) und Stevan Jovetic (54./64.) in Führung gegangen und konnte nach der 3:1-Führung 1:11 Minuten vom ersten Viertelfinale seit 1970 träumen - bis Robben vor 45 000 Zuschauern im Stadion Artemio Franchi alles zunichte machte.
«Wir haben eine Mannschaft mit Moral und Charakter, die immer zurückschlagen kann», sagte Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger. «Mit dieser Niederlage kann man leben. Wir sind unter den besten Acht - das ist ein großer Erfolg.» Torschütze van Bommel meinte: «Es gab einige brenzlige Situation. Aber wir sind verdient weiter.» Vor allem der kräftige Wind hatte den Spielern zu schaffen gemacht. «Da bleibt der Ball einfach in der Luft stehen», erklärte Bastian Schweinsteiger, der die Gelbe Karte sah und im nächsten Spiel gesperrt ist. Auch Philipp Lahm war froh über den «Rückenwind in der zweiten Halbzeit. Da haben wir uns leichter getan».
Mit dem Selbstvertrauen aus 18 Pflichtspielen ohne Niederlage übernahmen die Bayern das Kommando. Auch ohne die verletzten Martin Demichelis und Diego Contento stand die Abwehr zunächst sicher. Doch zwingende Chancen sprangen nicht heraus, weil die Präzision bei stürmischem Gegenwind fehlte. Florenz, das nur eine der letzten zehn Partien gewonnen hat und auf den nach der Roten Karte im Hinspiel gesperrten Massimo Gobbi verzichten musste, war auf Torsicherung programmiert und machte geschickt die Räume eng.
Als Mario Gomez nach knapp einer halben Stunde an der Seitenlinie behandelt wurde, schlugen die Italiener eiskalt zu. Einen 30-Meter- Schuss von Riccardo Montolivo ließ Torhüter Jörg Butt abprallen und Vargas verwertete die Vorlage. Auch Daniel van Buyten sah dabei nicht gut aus. Nationalstürmer Gomez kam danach zwar noch einmal zurück, wurde wenig später wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade aber gegen Miroslav Klose ausgewechselt. Bis zur Pause gab es nur noch eine Chance durch Robben, die Torhüter Sebastien Frey aber mit einer prächtigen Parade entschärfte.
«Wir werden uns steigern und das Spiel noch drehen», sagte Sportdirektor Christian Nerlinger. Dank Butt war diese Hoffnung nicht schon in der 50. Minute passe, als die Abwehr pennte und der Keeper großartig gegen Alberto Gilardino rettete. Mit dem Wind im Rücken wollten die Bayern angreifen - doch das Gegenteil war der Fall. Denn Jovetic schlug in der 54. Minute zu und zeigte die Nachlässigkeiten in der Bayern-Abwehr auf. Vorarbeiter Gilardinos schien im Abseits gewesen zu stehen, doch der Treffer aus zehn Metern Entfernung galt.
Ein Tor musste her, um zumindest die Verlängerung zu schaffen. Und van Bommel ließ sich nicht lange bitten. Mit einem trockenen Flachschuss aus 18 Metern ließ er Frey keine Chance und brachte die schon feiernden Zuschauer zum Verstummen. Danach wurde es bunt: Erst schoss Jovetic Florenz nach erneutem Van-Buyten-Patzer wieder ins Viertelfinale, doch nur 71 Sekunden später triumphierten erneut die Bayern, weil Robben den Ball in den Winkel zirkelte. Das gute Debüt für den 17-Jährigen David Alaba war damit perfekt.
|
|
| | |  | |
New York (dpa) - Black-Eyed-Peas-Musiker will.i.am hat ein Herz für arme Studenten: Der 34 Jahre alte Grammy-Gewinner bezahlt vier Jugendlichen ihre Universitätsausbildung. Das vierjährige Stipendium decke auch die Kosten für Unterkunft, Essen und Bücher, berichtete das US-Magazin «People».
Der erfolgreiche Musiker, der als William James Adams Jr. geboren wurde, wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Los Angeles auf und hat selbst nie eine Uni besucht.
Die Idee für das Stipendium kam ihm vor zwei Jahren, als er eine dicke Gage für einen Abend als DJ einstrich. «Ich habe nachgerechnet und gemerkt, dass ich damit drei Kinder aufs College schicken kann», sagte der Afroamerikaner.
Erfolg sei für ihn nichts ohne die entsprechende Großzügigkeit. «Es ist eine Sache, es zu schaffen, man hat seine eigene Wohnung, sein Haus, sein Auto - und man behält es für sich. Aber das bedeutet es nicht, es geschafft zu haben. Es zu schaffen bedeutet, es zu verteilen», wird will.i.am zitiert.
Seine Studenten suchte er persönlich aus und will Kontakt mit ihnen während der gesamten Studienzeit halten. Wer die besten Noten bekommt, wird außerdem auf eine Reise eingeladen, versprach der Star.
|
|
| | |  | |
Washington/Berlin (dpa) - Im Kampf gegen Spekulanten bekommt das hoch verschuldete Griechenland nach Gesprächen mit den Europäern nun auch von der größten Wirtschaftsmacht der Welt Unterstützung.
Nach Beratungen mit US-Präsident Barack Obama am Dienstag in Washington sagte der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou, Obama begrüße entsprechende europäische Initiativen. Er habe vom Präsidenten in dieser Frage eine «positive Antwort» erhalten, sagte der Ministerpräsident laut der Finanz-Agentur Bloomberg.
Obama habe auch seine Unterstützung für die Maßnahmen im Kampf gegen die Schuldenkrise in Griechenland deutlich gemacht, sagte Papandreou. Er habe die USA aber nicht aber nicht um Finanzhilfen gebeten. Der amerikanische Regierungssprecher Robert Gibbs hatte zuvor erklärt, dass die Europäische Union im Kampf gegen die griechische Schuldenkrise die Führungsrolle übernehmen sollte.
Deutschland und Frankreich wollen nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» Spekulationsgeschäfte gegen Staaten und große Unternehmen mit einer gemeinsamen Initiative eindämmen. Dazu solle der Handel mit bestimmten Wertpapieren beschränkt oder sogar komplett verboten werden. Regierungsvertreter in Berlin und Paris kündigten nach Angaben der Zeitung (Dienstag) an, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy einen Brief an EU-Kommissionschef José Manuel Barroso schreiben wollten, und diesen zum Handeln auffordern. Zu den Verfassern der Erklärung gehörten auch der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker und Papandreou.
Ziel sei eine Richtlinie, die ungedeckte Leerverkäufe von Aktien untersagt, den Handel mit Kreditausfallversicherungen (CDS) eingrenzt und Finanzgeschäfte ohne Einschaltung einer Börse beschränkt. Nach Informationen der Zeitung sind Merkel, Sarkozy, Juncker und Papandreou zur Not auch zu einem europäischen Alleingang bereit, sollten wichtige G-20-Partner wie die USA und China nicht mitziehen. «Wir können nicht immer warten, bis der Letzte an Bord ist», hieß es in Verhandlungskreisen. Gänzlich verboten werden sollten die CDS allerdings nicht, da die Wirtschaft sie zur Absicherung benötige. Darauf hätten Vertreter des Bundesverbands der Deutschen Industrie hingewiesen.
Papandreou hatte bei seinem USA-Besuch vor der Gefahr gewarnt, dass die dramatische Schuldenkrise seines Landes eine neue globale Finanzkrise auslösen könnte. Griechenlands massive Verschuldung habe bereits Auswirkungen auf Europa, sagte er. Sie könne sehr wohl einen Dominoeffekt in Form steigender Kreditkosten für eine Reihe anderer verschuldeter Staaten nach sich ziehen.
|
|
| |
|  | |
Florenz (dpa) - Der FC Bayern München hat das Viertelfinale der Champions League erreicht. Dem deutschen Fußball-Rekordmeister genügte im Achtelfinal-Rückspiel beim AC Florenz ein 2:3 (0:1). Das Hinspiel hatte der Bundesliga-Tabellenführer mit 2:1 gewonnen.
Aufgrund der mehr erzielten Auswärtstreffer schafften die Münchener den Sprung in die Runde der letzten Acht. In der stürmischen Toscana hatte die nie aufsteckenden Bayern dank toller Moral und eines Traumtores von Arien Robben den K.o. im Achtelfinal-Krimi abgewendet. In einer turbulenten zweiten Spielhälfte schossen die Niederländer Robben (65. Minute) und Mark van Bommel (60.) den deutschen Fußball-Rekordmeister wie im Vorjahr ins Viertelfinale der Königsklasse. Der 10. der italienische Liga war durch Juan Vargas (28. Minute) und Stevan Jovetic (54./64.) in Führung gegangen und konnte nach der 3:1-Führung 1:11 Minuten vom ersten Viertelfinale seit 1970 träumen - bis Robben vor 45 000 Zuschauern im Stadion Artemio Franchi alles zunichte machte.
«Wir haben eine Mannschaft mit Moral und Charakter, die immer zurückschlagen kann», sagte Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger. «Mit dieser Niederlage kann man leben. Wir sind unter den besten Acht - das ist ein großer Erfolg.» Torschütze van Bommel meinte: «Es gab einige brenzlige Situation. Aber wir sind verdient weiter.» Vor allem der kräftige Wind hatte den Spielern zu schaffen gemacht. «Da bleibt der Ball einfach in der Luft stehen», erklärte Bastian Schweinsteiger, der die Gelbe Karte sah und im nächsten Spiel gesperrt ist. Auch Philipp Lahm war froh über den «Rückenwind in der zweiten Halbzeit. Da haben wir uns leichter getan».
Mit dem Selbstvertrauen aus 18 Pflichtspielen ohne Niederlage übernahmen die Bayern das Kommando. Auch ohne die verletzten Martin Demichelis und Diego Contento stand die Abwehr zunächst sicher. Doch zwingende Chancen sprangen nicht heraus, weil die Präzision bei stürmischem Gegenwind fehlte. Florenz, das nur eine der letzten zehn Partien gewonnen hat und auf den nach der Roten Karte im Hinspiel gesperrten Massimo Gobbi verzichten musste, war auf Torsicherung programmiert und machte geschickt die Räume eng.
Als Mario Gomez nach knapp einer halben Stunde an der Seitenlinie behandelt wurde, schlugen die Italiener eiskalt zu. Einen 30-Meter- Schuss von Riccardo Montolivo ließ Torhüter Jörg Butt abprallen und Vargas verwertete die Vorlage. Auch Daniel van Buyten sah dabei nicht gut aus. Nationalstürmer Gomez kam danach zwar noch einmal zurück, wurde wenig später wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade aber gegen Miroslav Klose ausgewechselt. Bis zur Pause gab es nur noch eine Chance durch Robben, die Torhüter Sebastien Frey aber mit einer prächtigen Parade entschärfte.
«Wir werden uns steigern und das Spiel noch drehen», sagte Sportdirektor Christian Nerlinger. Dank Butt war diese Hoffnung nicht schon in der 50. Minute passe, als die Abwehr pennte und der Keeper großartig gegen Alberto Gilardino rettete. Mit dem Wind im Rücken wollten die Bayern angreifen - doch das Gegenteil war der Fall. Denn Jovetic schlug in der 54. Minute zu und zeigte die Nachlässigkeiten in der Bayern-Abwehr auf. Vorarbeiter Gilardinos schien im Abseits gewesen zu stehen, doch der Treffer aus zehn Metern Entfernung galt.
Ein Tor musste her, um zumindest die Verlängerung zu schaffen. Und van Bommel ließ sich nicht lange bitten. Mit einem trockenen Flachschuss aus 18 Metern ließ er Frey keine Chance und brachte die schon feiernden Zuschauer zum Verstummen. Danach wurde es bunt: Erst schoss Jovetic Florenz nach erneutem Van-Buyten-Patzer wieder ins Viertelfinale, doch nur 71 Sekunden später triumphierten erneut die Bayern, weil Robben den Ball in den Winkel zirkelte. Das gute Debüt für den 17-Jährigen David Alaba war damit perfekt.
|
|
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Dienstag nach einer Berg- und Talfahrt leicht höher geschlossen. Der deutsche Leitindex legte um 0,17 Prozent auf 5885,89 Punkte zu. Für den MDax ging es um 0,23 Prozent auf 7826,63 Punkte nach unten und der TecDax gewann 0,20 Prozent auf 829,79 Punkte.
«Der Markt hat zuletzt eine ganz schöne Rally hingelegt, weshalb einige Gewinnmitnahmen heute nicht überraschen sollten», kommentierte Fidel Helmer, Chefhändler bei Hauck ..
| |
Hamburg (dpa) - Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat die Geschäftspraktiken des Suchmaschinengiganten Google scharf kritisiert.
Im Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» droht die FDP-Politikerin Google mit einem verschärften Datenschutzgesetz, das den Spielraum für den Internetkonzern deutlich einschränken könnte. Außerdem seien umstrittene Dienste wie «Google Street View» und «Google Earth» «recht..
| |

London (dpa) - Robbie Williams (36) macht sich bei Jugendschützern unbeliebt. Wie das Boulevardblatt «Daily Mail» berichtet, gab der britische Popstar zu, dass er früher gern Cannabis geraucht hat.
In einem Interview mit der Zeitschrift «Radio Times» sagte Williams: «Marihuana ist eine herrliche Droge. Aber letztlich hat es mir nicht gut getan. Es braucht nicht viel, damit ich völlig von der Rolle bin. Ich bekomme schon eine Psychose, wenn ich eine Ta..
|
|
Hannover (dpa) - Der Blick auf das Wetter wird nach Ansicht eines Klimaexperten immer hysterischer. Früher habe man besonders kalte oder warme Winter einfach hingenommen. Heute mache sich stattdessen Panik breit.
Das sagte Thomas Hauf vom Institut für Meteorologie und Klimatologie in Hannover in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Begriff Klima sei vor dem Hintergrund der Klimakatastrophen negativ besetzt.
Hauf sieht wie viele seiner Kollegen in dem aktuellen ..
| |
Frankfurt/Main (dpa) - Folgende Sorten- und Devisenkurse wurden am 9.3.2010 um 15:55 Uhr festgestellt.
Quelle: Sorten: Reisebank/Devisen: Reuters/PM-Data Stand: 9.3.2010 15:55 Uhr
..
| |
Washington (dpa) - Weibliche Föten sind besser vor Ernährungsfehlern der Mutter geschützt als männliche. Dies legt eine Untersuchung US-amerikanischer Forscher an Mäusen nahe.
Die Wissenschaftler zeigten, dass in der Plazenta abhängig von der Ernährung der Mutter und dem Geschlecht des Nachwuchses jeweils andere Gene aktiviert werden. Ihre Untersuchung helfe zu erklären, wie die Ernährung der Mutter die spätere Gesundheit des Nachwuchses beeinflu..
|
| |
| | | 
| Verdienen Sie schon Geld mit Ihrer eMail-Adresse - Nein? Der Gekkoos FreeMail- Account wirtschaftet in Ihre Tasche. weiter... |
|
| | | 
| Mehr Besucher, mehr Kunden, mehr Umsatz. Profitieren Sie von einer starken Effizienz Ihrer Werbekampagnen und das sogar zum Festpreis. weiter... |
|
| | | 
| Als Affiliate-Werbepartner erhalten Sie Ihr eigenes Webportal mit renommierten Anbietern aus ganz Europa und werden mit bis zu 80% an den Umsätzen und Werbeeinnahmen beteiligt. weiter... |
|
| |
| 
| Verdienen Sie schon Geld mit Ihrer eMail-Adresse - Nein? Der Gekkoos FreeMail- Account wirtschaftet in Ihre Tasche. weiter... |
|
|
|

|