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Gedenken an die Opfer von Winnenden
Winnenden (dpa) - Ein Jahr nach dem Amoklauf von Winnenden haben die Schüler der Albertville-Realschule in einer bewegenden Gedenkfeier an ihre erschossenen Klassenkameraden und Lehrerinnen erinnert.
Bundespräsident Horst Köhler forderte vor mehreren hundert Trauergästen weitere Beschränkungen für den Zugang zu Waffen und strengere Regeln für Medien. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit waren Schüler, Lehrer und Hinterbliebene der 15 Opfer bereits am Donnerstagmorgen zum stillen Gedenken zusammengekommen. Zum Zeitpunkt des Gewaltverbrechens vor einem Jahr um 9.33 Uhr bildeten die Trauernden eine Menschenkette.
Die Verschärfung des Waffengesetzes zeige, dass ein Umdenken begonnen habe, sagte Köhler. Dies reiche aber noch nicht aus: «Die Parlamente und die Regierungen des Bundes und der Länder sollten diesen Prozess weiter voranbringen und begleiten - und die Schützenvereine sollten ihnen dabei helfen.» Köhler betonte: «Es kann auch viel geschehen - noch mehr als bisher - damit gefährdete Menschen nicht an Schusswaffen gelangen und Schulen und ähnliche Orte noch besser vor Anschlägen geschützt sind.»
Um schwere Verbrechen wie Amokläufe künftig möglichst zu verhindern, seien auch die Medien gefordert, sagte Köhler: «Wir brauchen klar definierte Berichterstattungsregeln, die gemeinsam mit den Medien erarbeitet werden; wir brauchen einen medienübergreifenden Pressekodex im Geist der Prävention.» Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass detaillierte Berichte über die Täter Nachahmer auf den Plan rufen.
Am 11. März 2009 hatte ein 17-jähriger ehemaliger Schüler an der Albertville-Realschule acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen erschossen. Auf seiner Flucht tötete er drei weitere Menschen und sich selbst. Die Waffe hatte er unverschlossen im Schlafzimmer seiner Eltern gefunden. Der Vater von Tim K. muss sich daher demnächst vor Gericht verantworten.
Um 9.33 Uhr läuteten in Winnenden alle Kirchenglocken. In der Innenstadt verließen viele Menschen die Geschäfte und gesellten sich zu den Passanten, die auf den Straßen stehen blieben und im Gedenken verharrten. In ganz Baden-Württemberg waren an öffentlichen Gebäuden die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Winnenden war weiträumig abgesperrt. 300 Polizisten waren im Einsatz, viele von ihnen in ziviler Kleidung.
Bei der zentralen Gedenkstunde mit dem Bundespräsidenten legten Schüler vor der Realschule Gedenkplatten und Blumen für die Opfer nieder. Zusammen mit Politikern und anderen Gästen bauten sie mit großen Kieseln, auf die Wünsche geschrieben werden konnten, einen «Weg in die Zukunft». Die Leiterin der Albertville-Realschule, Astrid Hahn, sagte: «Es wird ein langer Weg für unsere Schule werden. Ein Weg, der sicher nicht gerade verläuft. Er wird manchmal verschlungen sein. Er wird holprig sein. Er wird mühsam sein.»
In Wendlingen, wo der Amoklauf sein Ende gefunden hatte, erinnerte nur wenig an das blutige Geschehen vor genau einem Jahr. Am Rathaus war Trauerbeflaggung aufgezogen. Flaggen mit Trauerflor wehten auch im Gewerbegebiet vor dem Autohaus, wo der Täter einen Kunden und einen Verkäufer getötet hatte. Kurz danach hatte sich der Amokläufer auf dem Parkplatz davor selbst erschossen.
Am Nachmittag wollte der Landtag in Stuttgart über den Bericht des Sonderausschusses zum Amoklauf beraten. Das Gremium empfiehlt unter anderem, die Zahl der Schulpsychologen auf 200 zu verdoppeln. Zudem sollen mehr Gewaltpräventionsberater und Beratungslehrer eingesetzt werden. An allen Schulen des Landes soll es ein Anti-Gewalt-Programm geben.













Reisemesse ITB verzeichnet Besucherplus
Berlin (dpa) - Die weltgrößte Reisemesse ITB in Berlin verzeichnet zum Auftakt eine gestiegene Nachfrage. «Die Besuchermenge ist leicht gewachsen, der Trend ist positiv», sagte ITB-Chef Martin Buck am Donnerstag, dem zweiten Messetag.
Großes Interesse habe es für Länder des östlichen Mittelmeers wie die Türkei und Ägypten sowie die deutschen Reiseziele gegeben. Die Messe ist bis Freitag Fachbesuchern vorbehalten, an den letzten Messetagen am Samstag und Sonntag öffnet sie auch für Privatbesucher. Insgesamt werden rund 170 000 Gäste in den 26 Messehallen erwartet.
Die ostdeutsche Tourismusbranche geht nach teils deutlichen Umsatzeinbußen 2009 skeptisch in die neue Saison. 27 Prozent der Betriebe rechnen mit einer rückläufigen Auslastung, im Vorjahr waren es 11 Prozent. Das geht aus dem Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbands hervor, das dieser auf der ITB vorstellte. 2009 litt die Hälfte der Anbieter demnach unter rückgängigen Geschäftsreisen, jeder dritte Befragte gab an, dass die Gäste stärker aufs Geld achteten. Nur Herbergen in Mecklenburg-Vorpommern machten 2009 mehr Umsatz (+1,7 Prozent), die anderen Ost-Länder mussten Rückgänge verkraften.
Die Vereinten Nationen rechnen indessen mit einer raschen Erholung des weltweiten Tourismus. Im laufenden Jahr sei mit einem Anstieg der internationalen Gästeankünfte um drei bis vier Prozent zu rechnen, sagte der Generalsekretär der Welttourismusorganisation UNWTO, Taleb Rifai, in Berlin. «Die Ergebnisse der vergangenen Monate deuten auf eine Wiederbelebung hin, die etwas früher kommen und stärker ausfallen wird, als ursprünglich erwartet.» Vor allem in Asien sei die Nachfrage stark. 2009 war laut UNWTO mit einem Rückgang der grenzüberschreitenden Ankünfte um vier Prozent auf 880 Millionen eines der schlechtesten Tourismusjahre seit Jahrzehnten.
Hochstimmung herrscht dagegen auf hoher See: Die deutsche Kreuzfahrtbranche hat 2009 erneut ein Rekordergebnis erzielt. Zum ersten Mal packten mehr als eine Million Deutsche die Koffer, um eine Hochseereise anzutreten. Das teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) mit. Mit knapp über einer Million Gästen lagen die 34 Anbieter auf dem deutschen Hochseemarkt um 13,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit hat sich die Zahl der Hochseeurlauber binnen zehn Jahren verdreifacht. Für 2010 würden erneut zweistellige Zuwächse erwartet, sagte der Chef des DRV-Schifffahrtsausschusses, Michael Thamm.
Die Umsätze stiegen bei den Hochseereiseanbietern um 14 Prozent auf knapp 1,93 Milliarden Euro. Bei den Flussschiff-Anbietern wurden gut 396 000 Urlauber registriert, 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings ging bei den Flussreisen der Umsatz um 4,3 Prozent auf gut 423 Millionen Euro zurück. Grund waren nach den Angaben auch die Insolvenzen von Transocean Tours und der Flusssparte der Peter-Deilmann-Reederei. Der durchschnittliche Tagespreis sank um knapp zehn Prozent auf 136 Euro. Für Hochseereisen mussten die Passagiere im Durchschnitt 193 Euro am Tag bezahlen, sechs Euro weniger als im Jahr zuvor.







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Impfung gegen Schweinegrippe kaum genutzt
Hannover (dpa) - Nicht einmal jeder zehnte Deutsche hat sich gegen Schweinegrippe impfen lassen. Das geht aus Daten des niedersächsischen Gesundheitsministerium hervor, die der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegen.
«Die Zahl liegt merklich unter der Impfrate einer normalen Grippesaison von rund 20 Prozent», erläuterte der Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministerium, Thomas Spieker. Niedersachsen hat derzeit den Vorsitz der Landesgesundheitsminister. Nach den vorläufigen Daten aus 13 Bundesländern lag die Impfrate je nach Land zwischen vier und zehn Prozent.
Damit wurden nicht einmal 8 Millionen Dosen des Impfstoffs Pandemrix verbraucht. Außerdem ist auch deshalb so viel Impfstoff übrig, weil anders als zunächst gedacht bei den meisten Menschen keine Zweifach-Impfung nötig war.
Nach harten Verhandlungen müssen die Bundesländer nun nur 34 Millionen der bestellten 50 Millionen Impfstoffdosen vom Pharmahersteller GlaxoSmithKline abnehmen. Damit sparen sie laut Spieker 133,3 Millionen Euro von den ursprünglich veranschlagten 416,5 Millionen Euro. Zudem gibt es nach dpa-Informationen unter anderem Verkaufsverhandlungen mit Pakistan.
Ein Großteil der Impfstoffe müsse jedoch noch verfügbar bleiben, solange die Weltgesundheitsorganisation WHO ihre höchste Pandemiestufe 6 noch nicht aufgehoben habe, sagte Spieker. Die Länder wollen Impfstoff für 30 Prozent der Bevölkerung zur Verfügung haben - das wären 25 Millionen Dosen. Eine Impfstoffdosis kostet acht Euro.
Im Juli, als die Grippewelle um den Globus gezogen war, wollten sich noch 50 Prozent der Bundesbürger impfen lassen. Kurz vor dem Start der bundesweiten Impfaktion Ende Oktober war die Rate laut Emnid-Umfrage für den Nachrichtensender N24 auf 13 Prozent gefallen. Viele Befragte glauben nicht, dass eine Impfung notwendig ist. Außerdem war die Diskussion um möglicherweise gesundheitsgefährdende Impfstoffverstärker aufgeflackert.
Die endgültigen Zahlen zur Schweinegrippeimpfung in 16 Bundesländern sollen im April vorliegen. Sie könnten sich noch geringfügig erhöhen, weil etwa noch Daten aus betriebsärztlichen Impfungen hinzukämen, sagte Spieker.







Erstmals Mexikaner reichster Mensch der Erde
New York (dpa) - Die Forbes-Liste der reichsten Menschen der Erde wird erstmals von einem Mexikaner angeführt. Der Telekommunikations- Tycoon Carlos Slim Helu habe Microsoft-Gründer Bill Gates knapp abgehängt, sagte Magazin-Herausgeber Steve Forbes am Mittwoch (Ortszeit) in New York.
Demnach verfügt Slim über 53,5 Milliarden Dollar (39,3 Milliarden Euro), Vorjahressieger Gates über 53 Milliarden. Auf anderen Listen war Slim schon vor Jahren an Gates vorbeigezogen. Dritter ist Investor Warren Buffett mit 47 Milliarden. Reichster Deutscher ist laut Forbes Aldi-Besitzer Karl Albrecht, mit 23,5 Milliarden Dollar gerade noch in der Top Ten.
Von den gut 1000 Milliardären kommen 53 aus Deutschland. Neben Karl Albrecht war 2009 auch dessen Bruder Theo in der Top Ten. Er ist jetzt mit 16,7 Milliarden auf Platz 31 und einer von zweien in den Top 100, die weniger verdienten als im Vorjahr. Zwischen den Brüdern ist noch Versandhaus-Unternehmer Michael Otto auf Platz 21 mit 18,7 Milliarden Dollar. Unter den Deutschen folgt als nächstes Quandt- Erbin Susanne Klatten. Gut elf Milliarden brachten sie auf Platz 51. Investor August von Finck schafft es mit 7,3 Milliarden und Platz 99 gerade noch in die Top 100. Weltweit höchste «Neueinsteigerin» ist Bertelsmann-Erbin Liz Mohn mit 4,4 Milliarden auf Platz 189.
Nach dem Einbruch des Jahres 2009 gebe es jetzt wieder mehr als 1000 Milliardäre weltweit, sagte Forbes. «Nach unseren Recherchen verfügen 1011 Menschen über mehr als eine Milliarde Dollar. Das sind deutlich mehr als im letzten Jahr mit 793, aber weniger als 2008 mit 1125. Das ist für uns aber ein Index, dass sich die Wirtschaft erholt.» Reichste Frau ist laut Forbes Walmart-Erbin Christy Walton, mit 22,5 Milliarden auf Platz zwölf. Nur 89 Frauen sind auf der Liste, die meisten haben das Geld geerbt. Als «Selfmade-Milliardäre» gelten nur 14 Frauen - die Hälfte davon aus China.
Auf der 24. Forbes-Liste sind Menschen aus 55 Ländern, erstmals auch aus Finnland und Pakistan. China ist der große Gewinner mit 64 Superreichen. Nur in den USA gibt es mit 403 mehr Milliardäre als in der Volksrepublik. Dritter ist Russland mit 62 Milliardären. Von den weltweit 97 neuen Milliardären kommen allein 62 aus Asien. Gleich zwei Inder - Ölmagnat Mukesh Ambani (Platz 4, 29 Milliarden) und Stahltycoon Lakshmi Mittal (5/28,7 Milliarden) - finden sich in der Top Ten. Insgesamt verfügen die zehn Reichsten über 342 Milliarden Dollar - 88 Milliarden mehr als im Vorjahr. Der Durchschnittsmilliardär besitzt übrigens 3,5 Milliarden.
Die größte Milliardärsdichte gibt es in New York mit 60 Superreichen, gefolgt von Moskau (50) und London(32). Der älteste in der Liste ist Walter Haefner aus der Schweiz. Der 99-Jährige schaffte es mit 3,3 Milliarden auf Platz 287. Genau 75 Plätze vor ihm ist der jüngste Facebook-Gründer Mark Zuckerberg - vier Milliarden schwer und gerade 25 Jahre alt. Der jüngste Deutsche kommt auf Platz 437. Albert Prinz von Thurn und Taxis ist 27 Jahre alt und hat laut Forbes 2,2 Milliarden Dollar.
www.forbes.com/billionaires







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Überleben der Tasmanischen Teufel doch möglich?
London (dpa) - Ein ansteckender Gesichtskrebs droht den Tasmanischen Teufel auszurotten - jetzt haben australische Forscher jedoch Hinweise gefunden, wonach die Raubtiere vielleicht doch in der Wildnis überleben könnten.
Es gebe kleine genetische Varianten im Immunsystem einer Gruppe von Tieren im Nordwesten Tasmaniens, berichtet die Forschergruppe um Katherine Belov von der Universität Sydney in den «Proceedings» der britischen Royal Society (online vorab).
Der aggressive Tumor wird durch Beißen von Tier zu Tier übertragen. Zunächst bilden sich dicke Knoten und Geschwüre um die Schnauze, dann verbreitet sich der Krebs über den ganzen Körper. Viele der angriffslustigen Tiere verhungern, weil sie nicht mehr fressen können. Seit 1996 hat sich der Bestand des rund 70 Zentimeter großen Beuteltiers, das nur noch auf der Insel vor Australien vorkommt, um 70 Prozent verringert.
«Die meisten Tasmanischen Teufel sind immunologische Klone und deshalb sehr anfällig für die Krankheit», erklärt Belov. Denn auch die Tumore sind genetisch nahezu identisch. Als Belov und ihre Mitarbeiter nach Unterschieden im Genom bei Tieren aus ganz Tasmanien suchten, entdeckten sie eine kleine Gruppe im Nordwesten mit einer größeren Varianz. Damit steige die Wahrscheinlichkeit, dass Tiere eine Abwehr gegen den übertragbaren Tumor entwickeln könnten. «Möglicherweise können deshalb mehr Tiere in der Wildnis überleben als ursprünglich gedacht».
Um das Überleben des tasmanischen Wappentiers zu ermöglichen, sollen noch in diesem Jahr Gruppen gesunder Tiere auf vorgelagerte Inseln oder in abgesperrte Gebiete gebracht werden. Sie sollen eine Art «eiserner Reserve» bieten, berichtete im Januar der «Sydney Morning Herald». Experten warnen jedoch vor solchen Aussetzungen, weil die Raubtiere der heimischen Tierwelt den Garaus machen könnten. Im Falle der Tasmanischen Teufel könne es dagegen fast schon heißen: entweder die Teufel oder die Insel, kommentierte ein Vertreter der Tasmanian Conservation Trusts. Seinen Namen verdankt der Tasmanische Teufel seiner Wildheit, seinem schwarzen Fell und den bei Aufregung rot leuchtenden Ohren.







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Schalke greift Bayern an - VfB-Lob für Magath
Gelsenkirchen (dpa) - Die Tabellenführung winkt, doch beim FC Schalke 04 ist das Wort «Meisterschaft» weiterhin tabu. Aus gutem Grund: Die Partie gegen den VfB Stuttgart ist für den Tabellen-Zweiten nur der Auftakt einer Serie von vier richtungsweisenden Partien gegen Bundesliga-Topclubs.
Es folgen die Auswärtsspiele beim Hamburger SV und Bayer Leverkusen sowie der «Knaller» gegen Rekordmeister Bayern München, der vom Revierclub mit einem Heimsieg gegen die Schwaben zumindest für 22 Stunden von der Spitze verdrängt werden könnte.
Gleichwohl hält Schalke-Coach Felix Magath auch vor dem Treffen mit seinem Ex-Club an seiner schon in Wolfsburg erfolgreich praktizierten Tiefstapel-Taktik fest. «Natürlich lügt die Tabelle nicht. Aber sie sagt derzeit nur aus, wie gut wir nach 25 Spieltagen sind», betont der 56-Jährige. «Wir müssen die nächsten Spiele abwarten. Danach kann man sagen, was am Ende der Saison möglich ist.» Der unter Trainer Christian Gross zur zweitbesten Rückrunden-Mannschaft gereifte VfB nötigt Magath größten Respekt ab. «Stuttgart hat sich auch in der Champions League gegen Barcelona gut verkauft und stellt für uns eine hohe Hürde dar», warnte Magath vor den Schwaben, die er 2003 zur Vizemeisterschaft führte.
Laut Benedikt Höwedes werde auch «in der Kabine» nicht über den Titel gesprochen. Der Innenverteidiger erwartet gegen den VfB einen «heißen Tanz», bei dem man um «jeden Ball fighten» müsse. Zumindest Marcelo Bordon wagt sich angesichts der tollen Serie von sieben Heimsiegen in Serie, in denen Schalke nur ein Gegentor kassierte, vor dem Duell mit seinem Ex-Club ein wenig aus der Deckung: «Es wird schwer, aber wir spielen zu Hause. Wir haben uns eine gute Ausgangsposition geschaffen, um auch nach 34 Spielen auf einem der vorderen Plätze zu stehen», sagte der Brasilianer.
Wie Schalke strotzt auch der Tabellen-Siebte, der seine Chancen auf einen Europapokalplatz wahren will, vor Selbstbewusstsein. «Ich bin nie mit einem Punkt zufrieden. Ich will immer gewinnen. Wir streben drei Punkte an», sagte Gross. Auf Schalke wird er seinen ehemaligen Schützling aus gemeinsamen Zeiten beim FC Basel, Ivan Rakitic, wiedersehen. Der Kroate überzeugte in der Rückrunde mit tollen Vorstellungen und zuletzt zwei Toren gegen Dortmund und Frankfurt. «Gerade in der Anfangsphase müssen wir aufpassen», warnt Rakitic, «die Mannschaften von Gross sind immer sofort hellwach.»
VfB-Manager Horst Heldt, den Magath einst als Spielern nach Stuttgart holte, bezeichnete Schalke als «absolutes Spitzenteam», dem er durchaus den Titel zutraut. Von seinem ehemaligen Mentor Magath schwärmt Heldt in den höchsten Tönen: «Das ist ein absoluter Qualitätstrainer, der es versteht, in kurzer Zeit eine Mannschaft zu formen.» Während Gross den Gelb-gesperrten Kapitän Matthieu Delpierre in der Innenverteidigung durch Georg Niedermeier ersetzten wird, kann Magath wieder mit den beim 4:1-Sieg in Frankfurt fehlenden Bordon und Stürmer Jefferson Farfan planen.
Die VfB-Hoffnungen, die beste Abwehr der Liga (erst 19 Gegentore) zu knacken, ruhen in erste Linie auf Nationalstürmer Cacau, der in den drei Partien gegen Köln, Barcelona und Frankfurt mit sieben Toren auftrumpfte. Der Vergleich mit dem Schalker Kevin Kuranyi (13 Saisontore) dürfte eines von vielen interessanten Duellen sein.

 

 





Autoclub fordert Maßnahmen gegen hohe Benzinpreise
Berlin (dpa) - Vor dem Hintergrund der kräftig gestiegenen Benzinpreise hat der Automobilclub ACE politische Maßnahmen zur Überprüfung der Preispolitik der Konzerne gefordert. ACE-Präsident Wolfgang Rose sagte der «Bild»-Zeitung (Donnerstag): «Eine Handvoll Großkonzerne kann Millionen Verbrauchern Einheitspreise diktieren - wir fordern von der Politik Maßnahmen gegen Wucherpreise und Ölpreisspekulanten.» Notfalls müsse es ei..
Bundesministerin droht Google schärferes Recht an
Hamburg (dpa) - Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat die Geschäftspraktiken des Suchmaschinengiganten Google scharf kritisiert. Im Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» droht die FDP-Politikerin Google mit einem verschärften Datenschutzgesetz, das den Spielraum für den Internetkonzern deutlich einschränken könnte. Außerdem seien umstrittene Dienste wie «Google Street View» und «Google Earth» «recht..

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